GKV-HIS-Zahlen 2024: In allen Berufsgruppen höhere Umsätze

In der Physiotherapie legten die Gesamtumsätze im Vergleich zu 2023 um 7,4 Prozent zu, während die Zahl der Verordnungsblätter nur leicht um 0,3 Prozent und die Behandlungseinheiten um 1,1 Prozent stiegen. In der Ergotherapie verzeichneten die Bruttoumsätze ein Plus von 13,3 Prozent, bei einem Zuwachs von 1,6 Prozent bei den Verordnungsblättern und 3,3 Prozent bei den Behandlungseinheiten. In der Stimm-, Sprech-, Sprach- und Schlucktherapie (SSSST) erhöhten sich die Bruttoumsätze um 5,7 Prozent, die Verordnungsblätter um 2,2 Prozent und die Behandlungseinheiten um 2,1 Prozent. Besonders stark fällt das Wachstum in der Podologie aus: Der Bruttoumsatz stieg um 13,6 Prozent, begleitet von einem Plus von 4,6 Prozent bei den Verordnungsblättern und 6,2 Prozent bei den Behandlungseinheiten.
Zum ersten Mal sind auch Zahlen zur Blankoverordnung erfasst. In der Ergotherapie wurden die Blankoverordnungen zum 1. April 2024 eingeführt. In diesen neun Monaten wurden etwa 2,8 Millionen 15-Minuten-Intervalle durchgeführt, bei einem Umsatz von 58,7 Millionen Euro. In der Physiotherapie gibt es die Blankoverordnung erst seit dem 1. November 2024. Die Zahlen beziehen sich daher auf zwei Monate. In diesem Zeitraum wurde ein Umsatz von 117.000 Euro erzielt mit 3.000 Behandlungseinheiten. Vergleichswerte werden wir mithilfe der nächsten GKV-HIS-Zahlen für das Jahr 2025 erhalten.
Physiotherapie: Größte Steigerung bei KGG
In der Physiotherapie gibt es insgesamt die stärksten Umsatzsteigerungen bei KG-Gerät mit einem Plus von 19,7 Prozent und bei der Manuellen Lymphdrainage (MLD 30) mit +17,1 Prozent, gefolgt von der klassischen Krankengymnastik (KG) mit +9,8 Prozent. Gleichzeitig verliert die klassische Massagetherapie spürbar an Bedeutung und weist ein Umsatzminus von 7,5 Prozent auf. Trotz der hohen Zuwächse bei KG-Gerät bleibt ihr Anteil am physiotherapeutischen Gesamtumsatz mit 2,4 Prozent vergleichsweise gering. Die mit Abstand wichtigste Position bleibt die Krankengymnastik: Sie steht mit einem Anteil von 40,7 Prozent weiterhin klar an der Spitze.
Gruppentherapie nimmt zu
Insgesamt lässt sich ablesen, dass die Umsätze durch Gruppentherapien in der Ergotherapie (+20,8 Prozent), SSSST (+39,5 Prozent) und auch Physiotherapie (+23,8 Prozent) zulegen. Ihr Anteil an der Gesamtversorgung bleibt aber weiterhin sehr gering – bei den Ergotherapeut:innen ist der Anteil mit 1,3 Prozent noch am höchsten.
