Die Heilmittelhonorare steigen innerhalb von zehn Jahren auf mehr als das Doppelte an, aber statt die Gehälter der Therapeutinnen und Therapeuten ausreichend zu erhöhen, um den Beruf attraktiver zu machen, füllen sich die Praxisinhabenden lieber ihre eigenen Taschen. So könnte man überspitzt die Pressemitteilung der AOK zum WIdO-Heilmittelbereicht 2025 zusammenfassen.
Dabei stellen sich gleich mehrere Fragen: Stimmt das? Nein. Warum nicht erklärt up-Herausgeber Ralf Buchner in seinem Kommentar zum Thema. Was soll das? Das ist eine gute Frage, auf die wir auch keine Antwort haben. Sicher ist nur, dass der Versorgung mehr geholfen wäre, wenn GKV und Heilmittelerbringende zusammenarbeiten würden, um Probleme wie etwa die mehr als überfällige Reform der Berufsgesetze endlich durchzuführen und mit einer guten Umsetzung der elektronischen Heilmittelverordnung die Bürokratielast zu verringern, sodass sich die Therapeut:innen auch wirklich der Therapie widmen können und ihre Zeit nicht mit unnötigem Papierkram verschwenden müssen.
Apropos Vergütung: In der Physiotherapie sind ja gerade die Preise gestiegen, in der Logopädie gibt es die nächste Preissteigerung ab dem 1. Juli 2026 und auch in der Ergotherapie könnte sich bald etwas ändern. Denn die maßgeblichen Berufsverbände haben die Vergütungsvereinbarung fristgerecht zum 31. März 2026 gekündet. Am 24. Februar 2026 starten dann die Vergütungsverhandlungen mit der GKV. Aber wann habt Ihr zuletzt Eure Privatpreise angepasst? Wahrscheinlich wird es bald mal wieder Zeit. Lasst Euch dabei von der Gebührenübersicht für Therapeuten (GebüTh) unterstützen. Den Leitfaden gibt es für jede Berufsgruppe und da die Überarbeitung fast abgeschlossen ist, könnt Ihr Euer Exemplar seit dieser Woche vorbestellen.
Wirtschaftliche Preise und eine faire Vergütung sind wichtig. Sie sind aber nicht der einzige Erfolgsfaktor einer Praxis. Ganz entscheidend sind auch die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Im Themenschwerpunkt der up-Januar-Ausgabe beschäftigen wir uns mit dem Thema neue Perspektiven. Wir beschreiben, wie Ihr die Methode Praxisspaziergang zur Mitarbeiterbindung nutzen und die Mitarbeiterzufriedenheit verbessern könnt.
Vielleicht macht Ihr eine technikaffine Mitarbeiterin damit glücklich, wenn Ihr sie mit dem TI-Anschluss der Praxis betraut. Das zeigt Wertschätzung und Vertrauen. Jetzt ist gerade ein günstiger Zeitpunkt, das Thema anzugehen. Erstens sind die Wartezeiten bei der Beantragung des elektronischen Heilberufsausweises (eHBA) sowie der SMC-B-Karte für die Praxis gerade so kurz wie lange nicht. Das liegt u. a. daran, dass der Pflegebereich inzwischen weitgehend an die TI angeschlossen ist. Wir gehen davon aus, dass sich die Wartezeiten wieder verlängern werden, je näher wir an den Stichtag der Anschlusspflicht für Heilmittelerbringende im Oktober 2027 heranrücken. Also spart Euch den Stress und lasst Euch jetzt ganz entspannt anschließen.
Alle, die Ende Januar zur TheraPro nach Stuttgart kommen, können sich am buchner-Stand (Halle 6 Stand 6D20) nicht nur zum Thema TI informieren, sondern auch direkt das TI-Identverfahren durchführen. Dafür braucht Ihr nur Euer Handy und Euren Personalausweis. Weitere Infos rund um die Messe findet Ihr auf buchner.de/messe. Am Ende der Seite könnt Ihr Euch außerdem ein kostenloses Messe-Ticket bestellen. Den Eintritt übernehmen wir für Euch.
Zum Schluss möchte ich Euch noch auf unsere aktuelle Folge im up-podcast zum Thema Ausfallgebühren hinweisen und Euch zum nächsten up-webcast am Mittwoch, den 28. Januar 2026 einladen.
Herzliche Grüße
Eure Yvonne Millar
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