WIdO-Heilmittelbericht 2025: Heilmittelausgaben steigen

Entscheidend für den Ausgabenanstieg war laut Bericht die gesetzliche Neuregelung im Jahr 2019 zur bundeseinheitlichen Angleichung des Vergütungsniveaus. Sie führte dazu, dass ab dem 1. Juli 2019 für die jeweiligen Leistungspositionen bundesweit die Preise der Region mit den höchsten Vergütungen gültig waren.
Ergotherapie profitierte am stärksten
In der Physiotherapie stiegen die Ausgaben je 1.000 Versicherte im Vergleich zu 2023 um 8,2 Prozent, in der Ergotherapie sogar um 14,8 Prozent, in der Podologie um 5,9 Prozent und in der Stimm-, Sprech-, Sprach- und Schlucktherapie (SSSST) um 7,4 Prozent. Der Jahresdurchschnitt je Patient:in lag bei einem Umsatz von 731 Euro in der Physiotherapie. Im Vergleich dazu: in der Ergotherapie lag dieser Wert bei 1.797 Euro und in der SSSST bei 1.635 Euro. Schlusslicht bildet die Podologie mit einem Durchschnitt von 427 Euro.
80 Prozent der Verordnungen für Physiotherapie
Mit 80 Prozent entfällt der größte Teil der Verordnungen auf die Physiotherapie. Es folgen die Ergotherapie mit acht Prozent Verordnungsanteil, die Podologie mit sechs Prozent und die SSSST mit 5,7 Prozent.
Der aktuelle Heilmittelbericht basiert auf der Auswertung von rund 14 Millionen Heilmittelverordnungen, die 2024 für AOK-Versicherte abgerechnet wurden.
Weitere Details sowie den WIdO-Heilmittelbericht selbst findet Ihr hier.
Einen Kommentar zur Verbindung zwischen der Vergütungssteigerung und der Gehaltsentwicklung findet Ihr hier.
