Zum Hauptinhalt springen
iStock: South_agency

Studie in Pflegeheim: Zu wenig nichtmedikamentöse Schmerztherapie

Katrin Schwabe-Fleitmann Katrin Schwabe-Fleitmann
0 1 Minuten Lesezeit

In Pflegeheimen scheinen Medikamente bei der Schmerzbehandlung die erste Option. Nichtmedikamentöse Therapien werden vom Pflegepersonal eher selten eingesetzt. Das ist das Ergebnis einer Studie, die kürzlich in der Fachzeitschrift „Der Schmerz“ veröffentlicht wurde.

An der Studie in einem österreichischen Pflegeheim nahmen 67 von 121 Bewohner:innen teil. 39 von ihnen gaben an, unter Schmerzen zu leiden – zum größten Teil unter chronischen Schmerzen.

Insgesamt wurden 64 Interventionen durchgeführt, wobei es sich hauptsächlich um pharmakologische handelte. Knapp drei Viertel der 39 Pflegeheimbewohner:innen erhielten Medikamente, welche nur in seltenen Fällen mit nichtpharmakologischen Maßnahmen wie Physio- oder Ergotherapie kombiniert wurden. Doch gerade bei älteren Personen empfiehlt die Studie, unterschiedliche Behandlungsansätze zu nutzen. Die reine Gabe von Medikamenten habe häufig Nebenwirkungen wie Harnverhalt, Verstopfung, Sedierung und einem damit verbundenen erhöhten Sturzrisiko.

Deine Meinung ist gefragt

Teile deine Gedanken zum Beitrag. Kommentare werden vor der Veröffentlichung geprüft.

Noch keine Kommentare vorhanden. Sei die erste Person mit einem Beitrag.

Kommentar schreiben