Körperliche Aktivitäten wie Heben, Bücken oder Drehen können Schmerzen im unteren Rücken (LBP) kurzfristig verschlimmern, langfristig aber haben sie keine negativen Folgen. Das ist das Ergebnis einer US-Studie, die kürzlich im Fachmagazin „JAMA Network Open“ veröffentlicht wurde. Solche Aktivitäten können nach Ansicht der Forschenden weiterhin ausgeführt werden, selbst wenn sich die Schmerzen verstärken – in der Nachbeobachtung führten sie zu keinen funktionellen Einschränkungen.
An der Studie nahmen 416 Menschen mit Schmerzen im unteren Rücken teil. Sie sollten bei zehn gängigen körperlichen Aktivitäten, die sie mindestens einmal pro Stunde durchgeführt hatten, angeben, ob sich die akuten Rückenschmerzen innerhalb der letzten 24 Stunden verschlimmert hätten. Zu den Aktivitäten gehörten Heben von 4,5 kg, Schieben oder Ziehen, Bücken, Klettern, Drehen, Kniebeugen, Krabbeln, Sitzen, Stehen und Gehen. Es zeigte sich bei fast allen Aktivitäten ein vorübergehend höheres Risiko für LBP-Schüben, aber keine signifikanten funktionellen Einschränkungen bei der 1-jährigen Nachbeobachtungszeit.
Deine Meinung ist gefragt
Teile deine Gedanken zum Beitrag. Kommentare werden vor der Veröffentlichung geprüft.
Noch keine Kommentare vorhanden. Sei die erste Person mit einem Beitrag.