Ein spezifisches Übungsprogramm für Schwangere kann das Risiko für eine postpartale Stressinkontinenz der Harnblase reduzieren. Das ist das Ergebnis einer chinesischen Studie, die kürzlich in der Fachzeitschrift „JAMA Network“ veröffentlicht wurde.
Mit dem Pelvic Floor Workout (PEFLOW), einer Kombination aus gezieltem Beckenbodentraining und Haltungskorrektur, war das Auftreten eines ungewollten Urinverlustes sechs Wochen nach der Geburt deutlich geringer als in der Kontrollgruppe.
An der Studie hatten 764 Erstlingsgebärende oder Mütter mit einem Kind teilgenommen. 382 Frauen absolvierten ab der 28. Schwangerschaftswoche bis zur Entbindung das PEFLOW-Programm, einschließlich edukativer Elemente, täglicher Beckenbodenübungen und zwei speziellen physiotherapeutische Sitzungen pro Woche. Die Teilnehmerinnen der Kontrollgruppe erhielten die übliche medizinische Versorgung.
Das Ergebnis: Die Stressinkontinenz der Harnblase war sechs Wochen nach der Geburt in der Übungsgruppe niedriger als in der Kontrollgruppe (8,7 Prozent gegenüber 13,9 Prozent).
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