seit dieser Woche ist bekannt, wie stark Eure Vergütungen im Jahr 2027 maximal steigen können – und zwar um 3,42 Prozent, je nach Verhandlungsgeschick Eurer Verbände. Zum Hintergrund: In den Jahren 2027, 2028 und 2029 können Eure Vergütungen maximal in der Höhe der Grundlohnsummensteigerung minus ein Prozentpunkt steigen. So steht es im GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz.
Tatsächlich lag die Veränderungsrate bei 4,42 Prozent. Das Bundesgesundheitsministerium hat in seiner Veröffentlichung bereits einen Prozentpunkts abgezogen, sodass wir also auf einen Wert von 3,42 Prozent kommen. Das ist mehr, als wir erwartet und prognostiziert haben. Das ganze Thema Spargesetz und Grundlohnsummenanbindung ist sehr emotional und auch kompliziert. Daher haben wir die Auswirkungen des GKV-Spargesetzes für Euch einmal eingeordnet und dabei auch geschaut, wie die Vergütungsentwicklung in den kommenden drei Jahren aussehen könnte. Wir haben pauschal mit drei Prozent Steigerung gerechnet. Verhandeln die Verbände nun geschickt, kann die Preiserhöhung sogar über unserer Prognose und Beispielrechnung liegen:

Die einzelnen Kurven zeigen je Berufsgruppe das jeweilige jährliche Wachstum, und zwar nur das Preiswachstum (nicht das Mengenwachstum, das wäre tatsächlich noch viel größer). Und im Vergleich zum Wachstum der Grundlohnsumme könnt Ihr sehen, dass Heilmittelerbringer: innen in den vergangenen zehn Jahren in angemessen großen Schritten das aufgeholt haben, was davor jahrzehntelang nicht funktioniert hat: eine halbwegs faire Bezahlung. Im hellblauen Bereich findet Ihr die Prognoserechnung für die kommenden Jahre.
Trotzdem ist die Anbindung an die Grundlohnsumme natürlich keine erfreuliche Entwicklung. Wer aber nun wissen möchte, wie er die Umsätze in der eigenen Praxis trotzdem auf eigene Faust erhöhen kann, findet die Antworten imMitschnitt unseres up-webcasts vom 16. September 2026.
Hörtipp:
Seine eigenen Umsätze unabhängig von Vergütungen zu steigern, ist immer eine gute Idee. Genauso wichtig ist es aber auch, Absetzungen zu vermeiden. Das spart Geld, Zeit und vor allem Nerven. Unsere Kollegin Svenja Braasch, selbst Physiotherapeutin und buchner Referentin, hat im up-podcast „Absetzungen: wie Ihr sie vermeiden könnt“ die wichtigsten Tipps einmal für Euch zusammengefasst. Den up-podcast abonniert Ihr am besten gleich bei Spotify, Apple Podcasts oder Amazon Music.
Save the Date:
18. bis 27. September 2026: Bayerische Demenzwoche
23. bis 25. September 2026: Dreiländertagung zur Gesundheitsversorgung
25. und 26. September 2026: 1. Interdisziplinärer Dysphagiekongress
6. Oktober 2026: Aktion „Mutterschutz für alle“
Ihr habt unsere Tipps selbst einmal ausprobiert? Lasst uns gerne wissen, wie Eure Erfahrungen dabei waren: redaktion@up-aktuell.de. Wir freuen uns auf Eure Rückmeldung.
Herzliche Grüße
Eure Katharina Münster
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