Mangels guter Studien wird Reittherapie nicht GKV-Leistung

vom: 18.07.2006

Der Gemeinsame Bundesausschuss (GBA) hat am 20. Juni 2006 entschieden, dass Hippotherapie (physiotherapeutische Behandlung mit und auf dem Pferd) keine Leistung der gesetzlichen Krankenkassen wird. Der GBA-Vorsitzende Dr. Rainer Hess sagte als Begründung: “Ein Zusatznutzen im Vergleich zu anderen Therapien ist nicht zu erkennen.” Die vorliegenden Studien zur krankengymnastischen Reittherapie seien sehr schwach. ”Es gibt keine zuverlässigen Aussagen, die den Nutzen und die medizinische Notwendigkeit der Hippotherapie im Vergleich zu bereits angewandten Heilmitteln belegen. Gesetzlich versicherten Patienten stehen die anerkannten Methoden der Physiotherapie zur Verfügung, so dass hier keine Versorgungslücke vorliegt”, so Hess weiter.

Dr. Martin Danner, Leiter der Koordinierungsstelle für die Patientenvertreter im GBA, bedauert die Entscheidung. “Den Patientenorganisationen bleibt nichts anderes übrig, als selbst Studien auf den Weg zu bringen.” Nach Aussagen von Danner gibt es allerdings nicht genügend Gelder – weder für die Therapie noch für die Studien.

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