Arzthelferinnen werden zu “medizinischen Fachangestellten”

vom: 18.08.2006

Achtung Praxisinhaber, aufgepasst! Ab dem 1. August 2006 sollten Sie darauf achten, wie Sie Arzthelferinnen nennen: Denn ab diesem Zeitpunkt gilt die neue Ausbildungsordnung und mit ihr werden aus Arzthelferinnen ”medizinische Fachangestellte”.
Die neue Ausbildung zur ”medizinischen Fachangestellten” wurde dem Praxisalltag angepasst. Die Ausbildung fokussiert sich stärker auf eine “Allrounderin”, die Patienten betreut und sich ebenso effektiv um das Qualitätsmanagement der Arztpraxis kümmert. Der Ausbildungsplan sieht verschiedene Unterrichtsbereiche vor: Kommunikation, Qualitätsmanagement und Präventionsberatung von Patienten gehören genauso dazu wie Zeitmanagement, Betriebsorganisation und die Lösung von Konflikten im Team. Besondere Aufmerksamkeit wird dem Thema Patientenzufriedenheit geschenkt. Die angehenden medizinischen Fachangestellten lernen zum Beispiel, wie sie die Zufriedenheit der wartenden Patienten steigern, indem sie richtig kommunizieren und dienstleistungsorientiert agieren.
Das neue Ausbildungsgesetz sorgt dafür, dass Ärzte in ihrer Praxis von nicht-ärztlicher Arbeit entlastet werden. ”In diesem Punkt haben sich die Inhalte der Ausbildung grundlegend geändert”, erklärt Claudia Magyar vom Verband medizinischer Fachberufe, der sich ebenfalls umbenannt hat. Der Verband hieß bisher Berufsverband der Zahnarzt-, Arzt- und Tierarzthelferinnen. Die Umbenennung erfolgte, um der aktuellen Berufsbezeichnung gerecht zu werden.

Durch die Änderungen dürfte den medizinischen Fachangestellten ein großer Schritt hin zur weiteren Professionalisierung gelungen sein. 
Wer die neuen medizinischen Fachangestellten korrekt anspricht, unterstreicht seine Wertschätzung für sie und zeigt sich als informierter Partner.

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