Private Haushalte geben mehr Geld für Gesundheit aus!

vom: 21.09.2006

Die Ausgaben der privaten Haushalte in Deutschland für Gesundheitsgüter steigen Jahr für Jahr.

33,8 Milliarden Euro haben die privaten Haushalte in Deutschland 2004 für Gesundheitsgüter ausgegeben. Das geht aus einer Veröffentlichung des Statistischen Bundesamts vom 16.8.2006 zu den Gesundheitsausgaben hervor. (Zur Orientierung: Die gesetzlichen Krankenkassen gaben im gleichen Jahr 3,6 Milliarden Euro für Heilmittel aus.)

2003 gaben die deutschen Bundesbürger nur 29,4 Milliarden für Gesundheit aus. Die Steigerung liegt damit bei mehr als 13%, was ein Zeichen dafür ist, dass die Patienten sich zunehmend daran gewöhnen, “Selbstzahler” zu sein. Die Haltung “…soll die Kasse zahlen…” wird immer mehr von der Realität eingeholt. Selbstzahlerkonzepte sind in vielen Praxen deswegen auch ein stark wachsender Umsatzbereich.
Seit 1995 hat sich die Finanzierung im Gesundheitswesen zu Gunsten der öffentlichen Haushalte sowie der öffentlichen und privaten Arbeitgeber und zu Lasten der privaten Haushalte verschoben.

 

Nachdem die öffentlichen Haushalte Mitte der 90er Jahre noch rund 18,0% der gesamten Gesundheitsausgaben getragen haben, ist dieser Anteil bis zum Jahr 2004 auf rund 16,9% zurückgegangen. Der Anteil der Arbeitgeber hat sich im gleichen Zeitraum von 40,1% auf 36,0% reduziert. Rund 36 Milliarden Euro mehr gaben dagegen die privaten Haushalte 2004 im Vergleich zum Jahr 1995 aus. Damit ist ihr Anteil an den gesamten Ausgaben im Gesundheitswesen von 41,9% im Jahr 1995 auf 47,1% im Jahr 2004 gestiegen.

 

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