Ausgabe up 02-2017 | Rubrik Branchennews

Studie: Jeder dritte Bandscheiben-Patient wird vorschnell operiert

vom: 17.01.2017

Bei jedem dritten Bandscheiben-Patienten operieren Ärzte vorschnell, ohne vorher alle konservativen Behandlungsmethoden ausgeschöpft zu haben. Das ist das Ergebnis einer Studie des Hamburg Center for Health Economics (HCHE) der Universität Hamburg.

Die Gesundheitsökonomen befragten mehr als 6.000 Versicherte der Barmer GEK, die 2014 und 2015 an der Bandscheibe operiert wurden. Vor allem berufstätige Männer mittleren Alters entschieden sich für eine verfrühte OP, da sie befürchteten, ansonsten ihren Beruf nicht mehr ausüben zu können.

Die Ärzte, die diese vorzeitigen Eingriffe ausführten, handelten damit allerdings gegen die Leitlinien der Deutschen Gesellschaft für Neurochirurgie, kritisieren die Studienautoren. Bei einem Drittel der Befragten hätten sie vor einer Operation die konservativen Therapieverfahren nicht konsequent verfolgt. Diejenigen, die sich vor einem Eingriff eine Zweitmeinung eingeholt hatten, seien häufiger konservativ therapiert worden.

Mehr: Sie finden die mplette Studie unter www.gesundheitsmonitor.de

Bildnachweis: Fotolia, beerkoff

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