Ausgabe up 05-2017 | Rubrik Branchennews

Leichter Anstieg der Insolvenzen im Gesundheitswesen

vom: 05.04.2017

Die Zahl der Unternehmensinsolvenzen im Gesundheitswesen stieg 2016 im Vergleich zum Vorjahr leicht um 2,3 Prozent an. Damit entwickelte sich die Branche gegenläufig zum Bundestrend. Deutschlandweit geht die Zahl der Insolvenzen seit 2010 Jahr für Jahr zurück, von 2015 auf 2016 um 6,9 Prozent.

Wie das Statistische Bundesamt Mitte März meldete, beantragten 271 Unternehmen aus dem Bereich Gesundheitswesen im Jahr 2016 Insolvenz. Rund jedes zehnte Verfahren wiesen die Amtsgerichte „mangels Masse“ ab, also weil die Betriebe zu klein waren. Das Vermögen der Schuldner hätte nicht ausgereicht, um die Verfahrenskosten zu begleichen.

Knapp die Hälfte der eröffneten Insolvenzverfahren richtete sich gegen Krankenhäuser und Arztpraxen. 127 Verfahren betrafen den Wirtschaftszweig, zu dem laut Destatis-Definition unter anderem Therapeuten, Heilpraktiker, Hebammen, Masseure und medizinische Bademeister gehören sowie Labors und Rettungsdienste. Welche dieser Berufsgruppen 2016 jeweils wie häufig betroffen waren, weist die Statistik nicht aus.
Die Neugründung aus der Insolvenz heraus ist eine Maßnahme, mit der Unternehmer zahlungsunfähige Betriebe sanieren können.

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