Ausgabe up 07-2017 | Rubrik Branchennews

Ärztetag hält Blankoverordnungen für „potentiell gefährlich“

vom: 01.06.2017
Foto von Montgomery Burns auf dem 120. Ärztetag

Der 120. Deutsche Ärztetag hat beschlossen, den Direktzugang zu Heilmitteln sowie Blankoverordnungen abzulehnen. Er begründet das, indem er auf potentielle Gefahren durch solche erweiterten Zugangsmöglichkeiten für Patienten hinweist.

Der 120. Deutsche Ärztetag 2017 positioniert sich gegen den geplanten Direktzugang zu Heilmitteln sowie gegen die Blankoverordnungen“, heißt es im entsprechenden Beschlussprotokoll. Dann folgt die sehr knappe Begründung: „Die Spezifikation und Frequenz von Heilmitteln zu indizieren, ist ein Kerngebiet ärztlicher Behandlung und beruht auf ärztlichem Wissen zu Diagnose und Verlauf. Eine Übertragung der Entscheidung über Methode und Häufigkeit/Frequenz von Heilmittelanwendungen ist kontraproduktiv und potenziell gefährlich.“

Um diese Begründung noch etwas anschaulicher zu machen, werden dann in Klammern Beispiele genannt, die offensichtlich als Belege für das Gefährdungspotential dienen sollen: „Stichworte: Massage statt Krankengymnastik bei Rückenerkrankungen, Lymphdrainage im OP-Gebiet statt Mobilisierung unter dosierter Belastung etc.“

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Bildnachweis: Jürgen Gebhardt

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