Ausgabe up 3-2018 | Rubrik Branchennews

KBV-Chef fordert Wegfall leistungsfeindlicher Budgets

vom: 13.02.2018

Dr. Andreas Gassen, Vorstandsvorsitzender der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) plädiert dafür, „leistungsfeindliche Budgets“ abzuschaffen. Nur so sei die von Patienten zu recht geforderte umfassende und gute medizinische sowie psychotherapeutische Versorgung gesetzlich Versicherter zu leisten, heißt es einer aktuellen Pressemitteilung der KBV. „Alternativ müssten die Krankenkassen oder Politiker den Patienten klar sagen, dass Kostenbegrenzung wichtiger ist als der Patientenwille“, so der KBV-Chef.

In einem Interview mit dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND) betont er ebenfalls, um die Versorgung von gesetzlich Versicherten zu verbessern, sollten die Budgets für Medikamente, Krankengymnastik und Massagen aufgehoben werden. Denn bei „Verordnungen gibt es tatsächlich gewisse Nachteile für gesetzlich Versicherte. Bei Überschreitung des Budgets wird der verordnende Arzt in Regress genommen – was zur Zurückhaltung bei Verschreibungen führt.“ Bei der Finanzierung sieht er die Krankenkassen in der Verantwortung. „Sie haben in den vergangenen Jahren einen Milliarden-Geldschatz angehäuft: Geld, das eigentlich für die Versorgung der Patienten gedacht wäre.“

Bildnachweis: axentis.de / Lopata

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