Fachkräftemangel in der Therapie?

Während es immer weniger junge Menschen in die Heilmittelbranche zieht, verliert die Branche gleichzeitig Therapeuten, die ins Management oder in die Forschung gehen. Praxen, die halbwegs rentabel wirtschaften, benötigen jedoch auf jeden Fall angestellte Therapeuten – sonst rechnet sich eine Therapiepraxis nicht. Deswegen sind Konzepte, wie man Mitarbeiter gewinnen und langfristige halten kann, dringend gesucht

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Die Honorare der Heilmittelerbringer werden bis 2020 um rund 30 Prozent steigen. Eigentlich ein Grund zur Freude, doch tatsächlich kommen die Erhöhungen zu spät, sind zu niedrig und werden noch viel später in den Praxen zu merken sein. Der Zorn vieler Therapeuten/Praxisinhaber entlädt sich seit Monaten in Aktionen, Demonstrationen und den Sozialen Medien – offenbar inzwischen so wahrnehmbar, dass Gesundheitsminister Jens Spahn jetzt Vertreter der Branche zu einem Gespräch eingeladen hat.

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Der Fachkräftemangel in den Gesundheits- und Pflegeberufen hat sich weiter verschärft. In nahezu allen Bundesländern können offene Stellen nur mit Mühe wieder besetzt werden. Darauf weist die Bundesagentur für Arbeit (BA) in ihrer aktuellen „Fachkräfteengpassanalyse“ hin. Besonders deutlich fällt der Fachkräftemangel bei Physiotherapeuten, Logopäden und Podologen aus.

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Foto von Kalender mit einzelnen Tagen

Eine zeitnahe physiotherapeutische Versorgung von Patienten ist aktuell in Deutschland nicht zu gewährleisten. Das zeigt die erste bundesweite Online-Befragung zum „Wartezeitenbarometer Physiotherapie“ im Juli 2018. Initiiert wurde die Umfrage vom Deutschen Verband für Physiotherapie (ZVK) und dem Verband Physikalische Therapie (VPT). Über 2.000 Physiotherapeuten aus allen Bundesländern hatten sich zu Wartezeiten auf Termine und zur Suche nach Mitarbeitern geäußert.

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Heilmittelerbringer sind gefragt – und zwar längst nicht nur in ambulanten Praxen. Auf der Suche nach neuen Mitarbeitern konkurrieren Praxisinhaber darum mit vielen anderen Arbeitgebern aus dem Sozial- und Gesundheitswesen - und darüber hinaus. Die Bandbreite reicht von Kliniken über Rehazentren bis zu großen Konzernen. Mitbewerber, gegen die vermeintlich kleine Praxen keine Chance haben? Ganz im Gegenteil, wenn Sie Ihre Karten richtig ausspielen.

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Illustration: Umrisse von Menschen mit Prostestschildern

Der Frankfurter Physiotherapeut Heiko Schneider hat einen Brandbrief an die Politik in Berlin geschrieben. Darin prangert er die aktuellen Zustände in der Physiotherapie an – unter anderem den Fachkräftemangel, die Arbeitsbelastung und die unzureichende Vergütung. Als Reaktion auf den Brandbrief haben er und das Team „Therapeuten am Limit“ zahlreiche Zuschriften anderer Therapeuten erhalten.

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Niedrige Honorare und unzureichende Vergütung führen bei selbstständigen Logopäden dazu, dass die finanzielle Situation von Praxisinhabern und ihren Angestellten schlecht ist. Betriebsergebnisse bleiben weit hinter dem zurück, was in einem vergleichbaren Angestelltenverhältnis im öffentlichen Dienst gezahlt wird und erlauben keine Rückstellungsmöglichkeiten. Das zeigt ein Gutachten zur beruflichen und ökonomischen Situation von Selbstständigen in der Logopädie, das im Auftrag von LOGO Deutschland erstellt und kürzlich in Berlin vorgestellt wurde.

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In Rheinland-Pfalz herrscht Notstand bei den Physiotherapeuten: Es fehlen 1.100 Fachkräfte, erklärte Gesundheitsministerin Sabine Bätzing-Lichtenthäler (SPD) auf eine Große Anfrage der CDU-Fraktion. Die Folge: Die 9.300 praktizierenden Physiotherapeuten fangen nach Angaben von Dagmar Schlaubitz von Physio-Deutschland, Landesverband Rheinland-Pfalz/Saarland, die zusätzliche Arbeit auf. „Die Arbeitsbelastung ist einfach irrsinnig“, sagte sie. Physiotherapeuten würden auch in der Mittagspause arbeiten oder Termine „hintendran“ hängen.

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Die aktuellen Auswertungen der Bundesagentur für Arbeit (BA) zeigen: Der Fachkräftemangel in der Physiotherapie stieg auch im letzten Halbjahr von 2017 weiter an. Dauerte es im Jahr 2016 im Durchschnitt 134 Tage, einen passenden neuen Mitarbeiter für die Praxis zu finden, so erhöhte sich die Vakanzzeit 2017 um 17 Tage auf 151. Damit liegt sie 48 Prozent über dem Bundesdurchschnitt.

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Noch im Januar will die SPD-Fraktion einen Antrag „Ausbildung in den Gesundheitsfachberufen schulgeldfrei gestalten“ in den Schleswig-Holsteinischen Landtag einbringen. „Die Zahl der Physiotherapieschüler hat in den vergangenen Jahren nach Angaben des Bundesinstituts für Berufsbildung um 30 Prozent abgenommen“, erklärt Birte Pauls, sozialpolitische Sprecherin der SPD-Fraktion. Neben zum Teil schlechten Arbeitsbedingungen und geringen Einkommen sei auch die teure Ausbildung ein Grund für diese Entwicklung.

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Kaum ein Thema hat die Branche im vergangenen Jahr mehr beschäftigt als der Fachkräftemangel. In der Juliausgabe 2017 haben wir Sie als up-Leser deswegen gebeten, uns von Ihren Erfahrungen damit zu berichten. Eine Ergotherapeutin, eine Podologin und eine Physiotherapeuten haben uns daraufhin freundlicherweise geschrieben und uns Einblicke in ihre Praxen gegeben. Hier sind ihre Geschichten.

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Im HHVG (Heil- und Hilfsmittelversorgungsgesetz) hat der Gesetzgeber festgelegt, dass in den Rahmenempfehlungen auf Bundesebene auch Transparenzvorgaben zum Nachweis tatsächlich gezahlter Arbeitsentgelte vereinbart werden sollen. Dazu hat der GKV-Spitzenverband einen ersten Entwurf vorgelegt, der die Problematik des Themas gut illustriert.

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Illustration von Mitarbeitern einer Therapiepraxis

Ein Mitarbeiterwechsel kostet Geld, Zeit und Nerven. Außerdem bringt es immer Unruhe ins Team, wenn ein Kollege geht und dafür ein neuer kommt. Die meisten Praxisinhaber tun also gut daran, einen wechselwilligen Mitarbeiter dazu zu bewegen, der Praxis doch treu zu bleiben. Nehmen wir also einmal die Sicht der angestellten Therapeuten ein. Wir haben uns unter ihnen umgehört und sind auf 22 gute Gründe gestoßen, in der Praxis zu bleiben.

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