Ausgangssituation: Ärzte dürfen die Bezahlbarkeit der von ihnen verordneten Therapie nicht ganz aus den Augen lassen. Sie sind bei Heilmittelverordnungen an die sogenannte medizinische Notwendigkeit gebunden. Diese interpretiert aber jede KV anders. Die Folge: In einem KV-Gebiet verordnen Ärzte doppelt so viele Heilmittel je 1.000 Versicherte wie in einem anderen. Eine mögliche Erklärung für diese Unterschiede im Verordnungsverhalten ist der von den Ärzten wahrgenommene Regressdruck durch Wirtschaftlichkeitsprüfungen.

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Illustration eines Richter-Hammers

Werbegeschenke für Angehörige der Fachkreise wie Ärzte, Therapeuten und Apotheker dürfen höchstens einen Euro kosten. Das hat das Oberlandesgericht (OLG) Stuttgart kürzlich entschieden. Im vorliegenden Fall hatte ein Pharmahersteller zu Werbezwecken Produktkoffer mit sechs verschiedenen Arzneimitteln gegen Erkältungsbeschwerden bundesweit an Apotheker verschenkt. Die Medikamente hatten einen Einkaufspreis von 27,47 Euro. Ein Konkurrent hatte auf Unterlassung geklagt.

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Dr. Wolfgang Wodarg ist Facharzt für Innere Medizin/Pneumologie, öffentliches Gesundheitswesen, Hygiene und Umweltmedizin und Sozialmedizin. Er war von 1994 bis 2009 Mitglied des Deutschen Bundestages und von 1998 bis 2010 Mitglied der Parl. Versammlung des Europarates. Zudem war er Initiator und Sprecher der Bundestags-Enquetekommission „Ethik und Recht der modernen Medizin“. Als Mitglied im Vorstand von Transparency International Deutschland e. V. ist er verantwortlich für das Ressort Gesundheitswesen.

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Dina Michels studierte Rechtswissenschaften in Hannover mit dem Schwerpunkt Kriminologie. Von 2005 bis Anfang 2017 leitete sie in der Hauptverwaltung der Kaufmännischen Krankenkasse die Stelle zur Bekämpfung von Fehlverhalten im Gesundheitswesen. Im März 2017 wurde sie als Chief Fraud Detection Officer zur Beauftragten dieser Stelle ernannt. Ihre Tätigkeit erfolgt bundesweit und hat ihren Schwerpunkt im Bereich des Straf-, Sozial- und Zivilrechts. Frau Michels nahm an Expertengesprächen im Gesundheitsausschuss teil und wurde mehrfach als Einzelsachverständige zum Gesetzentwurf zur Bekämpfung von Korruption im Gesundheitswesen im Deutschen Bundestag angehört.

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Verordnungen kosten Geld, nicht nur die Patienten und Krankenkassen, sondern scheinbar auch die Therapeuten – die dafür zahlen (sollen), dass Ärzte Patienten zu ihnen schicken. Das berichteten uns Praxisinhaber aus ganz Deutschland. Besonders im Ballungsraum Berlin scheint dieses Vorgehen weit verbreitet. Genaue Zahlen gibt es jedoch nicht.

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Therapeuten sind heute aus rechtlichen Gründen in der Regel darauf angewiesen, dass Ärzte ihnen Patienten überweisen. Doch viele von Ihnen bemängeln – nicht zu Unrecht – dass Ärzte nicht sonderlich viel über die Behandlungen wissen, die sie verordnen. Doch den Ärzten deswegen möglichst aus dem Weg zu gehen, ist keine Lösung. Therapeuten können stattdessen daran arbeiten, ein möglichst gutes Verhältnis zu zuweisenden Ärzten und Zahnärzten aufzubauen. Diese Tipps helfen Ihnen, eine Beziehung aufzubauen und zu pflegen sowie mit Konflikten umzugehen.

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Kommunizieren mit Selbstvertrauen – wie geht das? Die eigenen Belange können Sie nur überzeugend vermitteln, wenn Sie an sich glauben und an das, was Sie zu bieten haben – auch Ärzten gegenüber. Es ist nicht immer leicht und nicht jedem in die Wiege gelegt, selbstbewusst in Gespräche zu gehen, die vielleicht auch noch konfliktbehaftet sind. Sie können aber lernen, eine positive Einstellung gegenüber der eigenen Kommunikation zu entwickeln.

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Ärzte gehören zu den Berufsgruppen, mit denen Therapeuten regelmäßig kommunizieren. Unterschiedliche Sichtweisen und Weltbilder sorgen dafür, dass das häufig in Missverständnissen und Konflikten endet. Doch Heilmittelerbringer können mit einer Reihe von Kniffen daran arbeiten, dass die Arzt-Therapeuten-Beziehung besser funktioniert – wovon am Ende alle profitieren.

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