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GKV stärkt Verhandlungsposition durch Abbau von VO-Bürokratie

Die Krankenkassenverbände auf Bundesebene und der GKV-Spitzenverband haben sich als Reaktion auf die Verschiebung des Inkrafttretens der HeilM-RL, der HeilM-RL ZÄ und der bundeseinheitlichen Rahmenverträge auf befristete Regelungen geeinigt, die Heilmittelerbringern bürokratische Entlastungen bringen sollen. Sie gelten bis einschließlich 31. Dezember 2020.

Erst die Rahmenbedingungen und dann die Preise

Die maßgeblichen Ergotherapie-Verbände haben das Scheitern der Preisverhandlung mit der GKV erklärt. Vermutlich wird das heute am Freitag auch bei den Physiotherapeuten passieren. Dann wird die Schiedsstelle für den Heilmittelbereich getrennt für jeden Fachbereich entscheiden – wenn alles klar geht, innerhalb von drei Monaten, also noch in diesem Jahr.

Intransparent, undemokratisch und unseriös!

Der G-BA hat den Start der Neufassung der HeilM-RL gestern auf den 1. Januar 2021 verschoben. Ursache sind einige – nicht alle – Arztsoftwareanbieter, die die Zertifizierung des Heilmittel-Verordnungs-Module nicht geschafft haben. Die KBV befürchtet, dass dadurch fehlerhafte Heilmittelverordnungen ausgestellt werden könnten, was dann wiederum zu einem erhöhten Prüfaufwand bei …

Verschieben oder nicht…

Das Gerücht über eine mögliche Verschiebung der gesetzlichen Fristen, zu denen die neuen bundeseinheitlichen Rahmenverträge und die neuen GKV-Preislisten abschließend verhandelt sein müssen, kursiert schon länger durch die Heilmittelverbands- und GKV-Szene. Und der Einfachheit halber wird dann auch immer das Startdatum der Neufassung der Heilmittel-Richtlinie mit in die Überlegungen eingeschlossen.

Die GKV hat viele Chancen nicht genutzt

Die Abschaffung der Videotherapie und telefonischer Beratung zum 30.6.2020 verhindert die Weiterentwicklung von neuen Behandlungsformen und lässt viele Chancen für Kassen, Patienten und Therapeuten ungenutzt.

Heilmittelpraxen sind keine Friseursalons, Herr Spahn!

In seiner Facebook-Sprechstunde von Donnerstag (2. April 2020) macht Spahn leider das, was in der Corona-Krise auch schon andere Politiker getan haben: Nämlich so tun, als wären Physiotherapie-, Ergotherapie-, Podologie- und Logopädiepraxen beliebige Unternehmen. Er negiert die rechtlichen Rahmenbedingungen, in die die Praxen im Sicherstellungsauftrag der GKV eingebunden sind.

Kommentar zur neuen Anlage 3 der HeilM-RL

Die neue Anlage 3 der Heilmittel-Richtlinie ist ein Missverständnis, schränkt die Autonomie der Heilmittelerbringer ein und verstärkt die Verordnungsbürokratie – ein Kommentar zum Änderungsbeschluss zur Neufassung der Heilmittel-Richtlinie.

Zu Risiken und Nebenwirkungen fragen Sie Ärzte und Krankenkassen

Der Gesetzentwurf aus dem Hause Spahn sieht auf den ersten Blick wie ein Erfolg für Therapeuten aus und entspricht in weiten Teilen dem Eckpunktepapier. Doch liest man sich den Entwurf genauer durch, dann wird schnell klar: Therapeuten werden mit ein bisschen mehr Geld und weniger Bürokratie abgespeist, Krankenkassen und Ärzte …

Fazit: Das Eckpunktepapier reicht bei weitem nicht aus, um die aktuellen Probleme der Branche zu lösen!

1. Ursache des Fachkräftemangels wird nicht behoben Die Ursache des Fachkräftemangels – zu wenig Geld im System – wird mit dem Eckpunktepapier definitiv nicht und schon gar nicht kurzfristig gelöst. Im günstigsten Fall sind wir in drei bis fünf Jahren auf dem Gehaltsniveau, das heute schon in der Pflege gezahlt …

GKV-Zulassungsempfehlung korrigiert: Räumliche Trennung zu gewerblichen Bereichen ist aufgehoben – endlich!

Der GKV-Spitzenverband hat eine Neufassung der Zulassungsempfehlung für Heilmittelerbringer veröffentlicht, die ab August 2018 gelten soll. Demnach ist die bisherige räumliche Trennung zwischen Praxis und gewerblichen Bereichen ab dem 1. August nicht mehr vorgeschrieben. Dafür wurden neue Regeln aufgenommen, die weiterhin problematisch sind, beispielsweise für viele Altpraxen den Bestandschutz aufheben.

Facebook live: Therapeuten verschaffen sich Gehör beim Gesundheitsminister

Bei seinem wöchentlichen Facebook live kam Bundesgesundheitsminister Jens Spahn diese Woche nicht umhin, sich intensiv mit den Heilmittelerbringern auseinanderzusetzen. Bereits in der vergangenen Woche beherrschten die Therapeuten in weiten Teilen die Live-Kommentare, beim Minister stand aber eher das Thema Pflege im Fokus. Das war in dieser Woche (Facebook live vom …

Korruption verhindern durch Direktzugang

Ein Kommentar von Ralf Buchner Ärzte haben im deutschen Gesundheitswesen unglaublich viel Macht. Sie bestimmen nicht nur über das Wohl und Wehe ihrer Patienten, sondern verteilen durch ihr Verordnungsverhalten jedes Jahr mehr als 100 Milliarden Euro. Kein Wunder, dass mancher Arzt und der eine oder andere Leistungserbringer da mal „schwach“ …

Facebook & Co: Vorsicht, was Sie posten!

Familienfotos, Details über die persönliche Krankengeschichte und Aussagen, die kaum jemand so in der Öffentlichkeit wiederholen würde – in den sozialen Medien gibt es nichts, was es nicht gibt. Dabei sind sich manche Nutzer gar nicht bewusst, welche Konsequenzen ihr Handeln haben kann. Denn was sie alleine für sich in …

Warnschild vor bewölktem Himmel

Mit mehr Transparenz gegen den Fachkräftemangel?

Im HHVG (Heil- und Hilfsmittelversorgungsgesetz) hat der Gesetzgeber festgelegt, dass in den Rahmenempfehlungen auf Bundesebene auch Transparenzvorgaben zum Nachweis tatsächlich gezahlter Arbeitsentgelte vereinbart werden sollen. Dazu hat der GKV-Spitzenverband einen ersten Entwurf vorgelegt, der die Problematik des Themas gut illustriert.

Gefährliche Blankoverordnung? Ärztetag argumentiert weit ab von allen Fakten

Ein Kommentar von Ralf Buchner Natürlich hat der Ärztetag das Recht, vor den Gefahren des Direktzugangs und der Blankoverordnung zu warnen. Allerdings ist es nicht zu viel verlangt, solche Warnungen angemessen mit Belegen zu begründen. Das klappt bei der Entschließung des Ärztetages überhaupt nicht.

Gefahrensymbol, Warnung, Giftig

Transparenzvorgaben sind derzeit überflüssig

Zurück zum Schwerpunkt HHVG Ein Kommentar von Ralf Buchner In letzter Minute hat der Gesetzgeber Transparenzvorgaben in das HHVG aufgenommen. Das hilft momentan weder den Krankenkassen noch den angestellten Therapeuten noch den Praxen.

Symbolbild Routine Bürokratie

Warum die Debatte zur Weiterbildungsordnung Osteopathie ein Weckruf an die Heilmittelerbringer sein kann

Ein Kommentar von Ralf Buchner Hessen regelt seit November 2008 über die „WPO-Osteo“, wer sich Osteopath nennen darf. Dort bestimmt also eine Behörde über die Inhalte einer Weiterbildung für Therapeuten. Mit Therapeutenkammern könnten Heilmittelerbringer das in Zukunft – wie Ärzte auch – selbst übernehmen.

Kosten überschatten den unbezifferten Nutzen

Kommentar Seit mehreren Jahren gibt es Quartal für Quartal die gleiche Meldung: „Heilmittelumsätze wachsen immer noch überdurchschnittlich“, das melden ja auch wir an dieser Stelle. Doch jedes Mal interpretieren unterschiedliche Akteure diese Zahlen auf unterschiedliche Weise.

KV BaWü zu Blankoverordnungen: Voll daneben ist voll daneben

Alarm – Die Patientensicherheit ist in Gefahr, weil Heilmittelerbringer die Dauer der Therapie selbst festlegen dürfen! Das jedenfalls behauptet Norbert Metke, Orthopäde und der Chef der KV Baden-Württemberg Metke. (Kommentar von Ralf Buchner)

Schluss mit schlechten Rahmenempfehlungen!

Kommentar Schiedsverfahren für den Heilmittelbereich dauern manchmal so lange, dass sich Verbände bei Vertrags- oder Vergütungsverhandlungen oft für Kompromisse entscheiden, statt zu versuchen den Standpunkt der Therapeuten mit aller Kraft durchzusetzen.