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Krankenkassenfusion zum 1. Januar 2020

Die Betriebskrankenkasse BKK VBU und die Brandenburgische BKK haben zum 1. Januar 2020 fusioniert. Das hatten die Verwaltungsräte beider Kassen Anfang Dezember beschlossen. Im Gesundheitswesen sei mehr Flexibilität gefragt, und die Kassen stünden vor großen Herausforderungen, heißt es in einer Mitteilung.

Bundessozialgericht: Krankenkassen dürfen Extras nicht als Wahltarife anbieten

Gesetzliche Krankenversicherungen dürfen Zusatzleistungen wie Auslandskrankenschutz oder Chefarztbehandlung nicht mehr als Wahltarif anbieten. Auch die Werbung mit Vergünstigungen bei bestimmten privaten „Vorteilspartnern“ ist nicht erlaubt. Das hat kürzlich das Bundessozialgericht (BSG) entschieden (Az.: B1 KR 34/18 R und B1 KR 16/18 R).

Abrechnungstipp: Behandlungsunterbrechungen richtig auf der Verordnung dokumentieren

Der Abstand zwischen zwei Behandlungen soll gemäß Heilmittel-Richtlinie 14 Kalendertage nicht überschreiten. In der täglichen Praxis funktioniert das aber nicht immer. Damit die Verordnung trotz Fristüberschreitung gültig bleibt, ist es wichtig, die entsprechenden Ausnahmen zu kennen und richtig zu dokumentieren.

Abrechnungstipp: Späteren Behandlungsbeginn richtig dokumentieren

Der jüngste Grund, eine gültige Verordnung nicht zu bezahlen, stammt von einer Ersatzkasse: Bei einem späteren Behandlungsbeginn, so die Techniker Krankenkasse, müsse auch der Grund für die Verspätung genannt werden. Darüber kann man sich trefflich streiten – oder aber gleich den Grund mit dokumentieren. Wir zeigen wie einfach das geht.

Urteil: Kein Anspruch auf Versorgung mit Elektrostimulationsgerät bei Hemiparese

Die gesetzliche Krankenversicherung muss die Kosten für eine Versorgung mit dem Elektrostimulationsgerät „NESS H200“ (Handrehabilitationssystem) bei einer Halbseitenlähmung nicht übernehmen. Das hat das Landessozialgericht (LSG) Stuttgart kürzlich entschieden (L 4 KR 3328/16) und folgt damit einer Entscheidung des Sozialgerichts Heilbronn vom 13. Juli 2016. Geklagt hatte eine Patientin, die seit …

Foto von Metall-Statue der Justitia, römische Göttin der Gerechtigkeit

Pflegepersonal-Stärkungsgesetz: Krankenfahrten für mobilitätseingeschränkte Patienten ohne Genehmigung

Patienten, deren Mobilität dauert eingeschränkt ist, benötigen seit dem 1. Januar 2019 für ärztlich verordnete Krankenfahrten nicht länger die Genehmigung ihrer Krankenkasse. Mit dieser neuen Regelung soll das Pflegepersonal-Stärkungsgesetz (PpSG) die Krankenbeförderung von und zur ambulanten Behandlung erleichtern. Die Neuerung gilt für Patienten mit Pflegegrad 3, 4 oder 5 sowie …

2019: Viele Krankenkassen senken Zusatzbeitrag

Gute Nachrichten für gesetzlich Krankenversicherte: Viele Kassen senken 2019 die Zusatzbeiträge. So wird u.a. die Techniker Krankenkasse ihren Zusatzbeitrag auf 0,7 Prozent senken, der Beitragssatz beträgt somit 15,3 Prozent statt 15,5 Prozent. Dagegen halten die AOK PLUS (Zusatzbeitrag 0,6 Prozent, Beitragssatz 15,2 Prozent), die Barmer (Zusatzbeitrag 1,1 Prozent, Beitragssatz 15,7 …

Erste Kasse zahlt für Sprachtherapie-App „neolexon“

Die IKK gesund plus ist die erste Krankenkasse, die die Kosten für die Sprachtherapie-App neolexon übernimmt. Mit dem von den Sprachtherapeutinnen Dr. Mona Späth und Hanna Jakob entwickelten Programm für Logopädie können Patienten selbständig an ihrem Tablet üben und so ihre sprachlichen Fähigkeiten im Sprachzentrum reaktivieren, heißt es in einer …

Abrechnungstipp: Gang vors Sozialgericht nicht scheuen

Normalerweise kann man Abrechnungszentren bei offensichtlichen Fehlern helfen, diese zu korrigieren. Das Abrechnungszentrum Emmendingen, als Dienstleister für die mhplus BKK, erweist sich in diesem Fall jedoch als beratungsresistent. Da hilft dann nur noch die Bereitschaft, vor das Sozialgericht zu ziehen.

GKV-Finanzen: Heilmittelausgaben steigen um zehn Prozent

Mit zehn Prozent sind die Ausgaben für Heilmittel deutlich überproportional gestiegen. Das geht aus den neuesten Zahlen des Bundesministeriums für Gesundheit (BMG) hervor.  Grund hierfür seien vor allem die schrittweise erfolgten Honorarerhöhungen auf Grund des Heil- und Hilfsmittelversorgungsgesetzes, heißt es in der Pressemitteilung des Ministeriums.

Auch BARMER zahlt für App gegen Rückenschmerzen

Nach der AOK Nordost können ab sofort auch Versicherte der BARMER, die unter Rückenschmerzen leiden, die zertifizierte Medizin-App Kaia Health zwölf Monate lang kostenlos nutzen. Versicherte benötigen dazu einen Zugang zum Mitgliederbereich Meine BARMER. Für andere Interessierte kostet die App im Jahresabo rund 120 Euro.

Stimm-, Sprech- und Sprachtherapie in Thüringen: Heilmittel-Vereinbarung fordert kürzere Behandlungszeiten

Statt Einzelbehandlungen von 45 Minuten seien im Bereich der Stimm-, Sprech- und Sprachtherapie Einzelbehandlungen von 30 Minuten zu verordnen. So heißt es in der Heilmittel-Vereinbarung für das Jahr 2018 nach § 84 Abs. 7 i.V.m. Abs. 1 SGB V, die die Kassenärztliche Vereinigung Thüringen mit den thüringischen Ersatzkassen sowie den …

Lehrer bringt kleinem Mädchen das Alphabet bei

Kritik an AOK Sachsen-Anhalt: Reichste Kasse Deutschlands zahlt niedrigste Vergütung

Die AOK Sachsen-Anhalt steht in der Kritik: Mit Gesamtrücklagen von knapp 512 Millionen Euro und Rücklagen pro Versicherten von 340 Euro gilt sie laut Bundesanzeiger als eine der reichsten Krankenkassen Deutschlands. Doch Leistungserbringer wie Physiotherapeuten oder Pflegekräfte klagen über eine schlechte Vergütung durch die Kasse. Das berichtete kürzlich die Mitteldeutsche …

Willkür der Krankenkassen nicht einfach hinnehmen: Aufsichtsbehörden gehen Beschwerden über Sozialversicherungsträger nach

Selbst Krankenkassen stehen nicht über dem Gesetz. Auch sie müssen sich an rechtliche Vorgaben und geltende Verträge halten. Tun sie es nicht, sollten Praxisinhaber das nicht einfach wutschnaubend hinnehmen, sondern dagegen vorgehen. Zunächst kann man versuchen – mit Verweis auf die entsprechenden Bestimmungen – die Angelegenheit selbst mit der jeweiligen …

Einschränkung der Berufsausübungsfreiheit durch restriktive Zulassungsbedingungen

Ausgangssituation: Eine Logopädiepraxis will Lerntherapie in den Praxisräumen anbieten. Eine Physiotherapiepraxis stellt Geräte für Zirkeltraining auf. Ergotherapeuten wollen bestimmte Hilfsmittel in der Praxis anmessen und liefern. Die zuständigen Krankenkassen fordern dazu in jedem Fall eine räumliche Trennung. Außerdem soll der Logopäde garantieren, dass Lerntherapie nur außerhalb der Praxisöffnungszeiten stattfindet, der …

Verhinderung der Konkretisierung von gesetzlichen/vertraglichen Regelungen durch Verzicht auf Sozialgerichtsverfahren

Ausgangssituation: Heilmittelerbringer erleben Monat für Monat, wie Krankenkassen Verträge und Gesetze in ihrem Sinne interpretieren und auf dieser Grundlage Rechnungen kürzen. Daran ändern leider auch Verordnungs-Checklisten und entsprechende Vereinbarungen wenig. Entweder halten sich einzelne Krankenkassen nicht daran oder die Unterschiede von Fachgebiet zu Fachgebiet und von Bundesland zu Bundesland sorgen …

Nichtanwendung der gesetzlich vorgeschriebenen Regelungen zum Zahlungsverzug gemäß §§ 286, 288 BGB

Ausgangssituation: Wenn Krankenkassen das Honorar nicht oder nicht termingerecht bezahlen, entsteht für Heilmittelerbringer ein Schaden. Zum einen, weil das Geld nicht rechtzeitig auf dem Konto ist, zum anderen, weil Aufwand damit verbunden ist, die Kasse zu mahnen. Hinzu kommt, dass Kassen sich oft so verhalten, als wäre es ein Kavaliersdelikt, …

Unrechtmäßiger Eingriff in den Behandlungsvertrag zwischen Patienten und Heilmittelerbringer (vdek Rahmenvertrag)

Ausgangssituation: Bei Versicherten der Gesetzlichen Krankenversicherung kommt es bei einer Heilmittelverordnung zu Lasten der GKV zu einem Behandlungsvertrag zwischen dem Patienten und der Heilmittelpraxis (§ 630 a SGB V). Die Heilmittelverordnung ist dann praktisch die „Bezahlung“ des Patienten für die Heilmitteltherapie – so eine Art Gutschein für die Kostenübernahme durch …

Zahlungsverweigerung ohne Rechtsgrundlage: Absetzung wegen fehlender ICD-10-Codes

Ausgangssituation: Mit der Einführung von Indikationslisten für Praxisbesonderheiten und langfristigen Heilmittelbedarf wurden erst ein, dann zwei neue ICD-10-Code-Felder auf die Heilmittelverordnungen gedruckt. In einigen Fällen vergessen Ärzte solche Codes einzutragen. Das bedeutet dann Mehraufwand für Heilmittelerbringer – besonders, wenn sich Ärzte weigern, diese Codes zu ergänzen.

Abrechnungstipp GKV: Lösungen für das Ärzte-Hopping-Problem

Patienten, die bei derselben Erkrankung gleichzeitig mehrere Behandlungsfälle bei unterschiedlichen Ärzten auslösen, sorgen immer mal wieder für Stress bei der Verordnungsprüfung. Damit es dann nicht zu unnötigen Absetzungen durch die Krankenkassen kommt, sollten Praxisinhaber wissen, wie sie in diesen Fällen richtig reagieren.