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In Niedersachen haben GKV und KV eine Heilmittelzielvereinbarung verabschiedet, die die Vertragsärzte dazu motivieren sollen, weniger Heilmittel zu verordnen. Dazu sind die früheren Richtgrößen abgeschafft worden. Stattdessen gibt es wieder Prüfung nach Durchschnittswerten. Damit dürfte es spätestens im zweiten Halbjahr 2017 die ersten Ärzte geben, die aufgrund drohender Regresse weniger verordnen werden.

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Durch ein Informationsschreiben an alle Heilmittelerbringer in Niedersachsen hat die örtliche AOK Unsicherheit verbreitet.  Das Schreiben erweckt den Eindruck, dass ab dem 1. Juli 2014 bei fehlenden ICD-10 Codes keine Vergütung mehr gezahlt würde und dass Therapeuten zukünftig die Diagnosen der Ärzte kontrollieren sollen. Auf Nachfrage räumt die AOK Niedersachsen ein: Stimmt so nicht!

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Das Versorgungsstrukturgesetz vom Januar 2012 hat erstmals die Ärztenetze im SGB V verankert - und zwar im Paragrafen 87 b, Absatz 2 und 4 SGB V. Am 1. April 2013 legte die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) einen Kriterienkatalog für Ärztenetze vor. Er soll den Landes-KVen verlässliche Kriterien an die Hand geben, Ärztenetze als solche anzuerkennen. Die so bestätigten Netze können dann finanziert werden – eine Chance für therapeutische Praxen? Leider nein, bisher nicht.

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Die einzelnen Bundesländer handhaben die Erteilung zum sektoralen Heilpraktiker recht unterschiedlich. Rechtliche Grundlage ist jeweils eine vom Landes-Ministerium herausgegebene Richtlinie, die allerdings noch nicht in allen Bundesländern erarbeitet wurde. Aus diesem Grund findet derzeit zum Beispiel im Saarland überhaupt keine Prüfung statt.

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Mehr Heilmittelumsatz in einem Quartal hat es noch nie gegeben: 1,25 Milliarden Euro nahmen Heilmittelpraxen im dritten Quartal 2012 ein, so viel, wie nie zuvor. Allerdings sind die Zuwächse regional sehr unterschiedlich. In Hessen ist sogar ein Rückgang des Heilmittelumsatzes zu verzeichnen.

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Ein umstrittener Vertrag zwischen Krankenkasse und Pharma-Tochter bei der ambulanten Versorgung von Schizophrenie-Patienten läuft nicht rund. Es fehlen ausreichend Patienten. Jetzt wollen die Initiatoren unter anderem über die Ergotherapie den Zugang in den Vertrag erleichtern. Gleichzeitig soll damit auch die Evidenz der Ergotherapie bei Schizophrenie-Patienten nachgewiesen werden.

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Die jüngst veröffentlichten Heilmittel-Verordnungsdaten aus dem Heilmittel-Informationssystem der Krankenkassen (GKV-HIS) zeigen im zweiten Quartal eine leichte Umsatzdelle des ansonsten seit Monaten andauernden Umsatzwachstums der Logopäden, Ergo- und Physiotherapeuten und Podologen. Die regionalen Unterschiede bei der Umsatzentwicklung sind allerding auffallend groß, so dass man sich wirklich fragen muss, in wieweit die Heilmittel-Richtlinie tatsächlich der Maßstab für das Verordnungsverhalten der Ärzte ist.

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Zu viel Physiotherapie verordnet? „up“ berichtete über einen Chirurgen aus Ostfriesland, der sein Heilmittelbudget um 200 Prozent überschritten hatte und von der KV Niedersachsen (KVN) eine Regressandrohung erhielt. Wie Hunderte anderer Ärzte im Land wurde er von der KVN schriftlich vor einem Heilmittel-Regress gewarnt, die der Arzt jedoch mehr als Drohung als als Warnung verstand. Die KVN rechtfertigt nun ihr Verhalten als sinnvolle Regress-Prophylaxe.

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Das Thema „Genehmigung von Verordnungen außerhalb des Regelfalls“ zieht weitere Kreise und hat nun auch die Ärzte erreicht. Die KV Niedersachsen forderte jetzt die Krankenkassen zur unbürokratischen Genehmigung auf. Damit wächst der öffentliche Druck auf die Kassen. Vielleicht hat das bürokratische Spießrutenlaufen für Patienten und Therapeuten ja schon bald ein Ende?

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