Die Krankenkassen zahlen gesetzlich versicherten Patienten mit Gonarthrose ab 1. April 2016 nur noch in Ausnahmefällen eine arthroskopische Operation. Bislang setzten Ärzte die Operationstechnik ein, um zumindest bei beginnendem Gelenkverschleiß Beschwerden zu reduzieren und den Zeitpunkt, ab dem eine Knieprothese nötig wird, zu verzögern. Der Eingriff wird häufig in Verbindung mit Therapiekomponenten wie zum Beispiel Physiotherapie eingesetzt.

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Ralf Buchnerhaben Sie schon einmal ein Werbeplakat gesehen, das dafür wirbt, eine Operation vermeiden zu helfen? Oder ein Poster, dass die Selbstzahlerleistung „OP-Vorbereitungs-Kurs“ bewirbt? – Mir ist solche Werbung noch nicht begegnet, jedenfalls nicht in einer Physiotherapiepraxis. Das ist umso erstaunlicher, als dass Studien immer deutlicher belegen und ärztliche Fachgesellschaften laut fordern: Konservative Therapie – und damit ist praktisch immer gerade Physio- und Ergotherapie gemeint – muss einen größeren Stellenwert bei der Therapie von Krankheitsbildern einnehmen, die heute überwiegend operativ versorgt werden. weiterlesen
Mehr als ein Drittel der deutschen Chefärzte sind der Meinung, dass in deutschen Krankenhäusern aus ökonomischen Gründen Eingriffe vorgenommen werden, die nicht unbedingt erforderlich sind. Das geht aus einer bislang noch nicht veröffentlichten Studie der Universität Duisburg-Essen hervor. Die Umfrage sollte Praxisinhaber darin bestärken, ihre konservative Therapie noch deutlicher als sinnvolle Alternative zu Operationen anzubieten. weiterlesen
 Zum Erfolg einer Gelenk-Operation können auch die Patienten selbst beitragen. Tipps, wie sie sich vor und nach dem Eingriff Verhalten können, um den Behandlungserfolg aktiv zu unterstützen, hat die Gesellschaft für Arthroskopie und Gelenkchirurgie (AGA) in einen 10-Punkte-Plan zusammengestellt. weiterlesen
In manchen Regionen werden bei Kindern und Jugendlichen achtmal so häufig die Gaumenmandeln entfernt wie in anderen Gebieten. Das gilt auch für den Blinddarm. Bei Erwachsenen zeigen sich ebenso starke regionale Unterschiede bei Prostata-Eingriffen. Auch künstliche Kniegelenke, Kaiserschnitte und die Entfernung der Gebärmutter unterliegen deutschlandweit starken Schwankungen. In manchen Kreisen treten sie zwei bis drei Mal häufiger auf als in anderen. weiterlesen
Trotz nahezu konstanter Einwohnerzahl steigt in Deutschland die Zahl der Operationen, besonders bei Eingriffen an der Wirbelsäule und an Herzklappen. Dieser Zuwachs sei nicht allein mit einer älter werdenden Bevölkerung zu erklären, heißt es in einer kürzlich veröffentlichten Studie, die Hamburger und Berliner Forscher in gesetzlichem Auftrag erstellten. Vielmehr scheinen Kliniken vor allem jene Operationen vorzunehmen, die sich finanziell lohnen. weiterlesen