In Rheinland-Pfalz herrscht Notstand bei den Physiotherapeuten: Es fehlen 1.100 Fachkräfte, erklärte Gesundheitsministerin Sabine Bätzing-Lichtenthäler (SPD) auf eine Große Anfrage der CDU-Fraktion. Die Folge: Die 9.300 praktizierenden Physiotherapeuten fangen nach Angaben von Dagmar Schlaubitz von Physio-Deutschland, Landesverband Rheinland-Pfalz/Saarland, die zusätzliche Arbeit auf. „Die Arbeitsbelastung ist einfach irrsinnig“, sagte sie. Physiotherapeuten würden auch in der Mittagspause arbeiten oder Termine „hintendran“ hängen.

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Der Bund vereinter Therapeuten (BvT) will jetzt auch in Köln für bessere Berufsbedingungen auf die Straße gehen und ruft für Samstag, den 26. Mai 2018 zur Demonstration auf. Dabei fordern die Therapeuten „das Recht auf eine angemessene Vergütung unserer Leistungen, das Ende des Bürokratiewahnsinns, eine Ausbildungsreform, die bundesweite Abschaffung des Schulgelds, eine bundesweite Ausbildungsvergütung, das Recht auf Sitz und Stimme im Gemeinsamen Bundesausschuss, die Abschaffung der Richtgrößen, Budgetierung und Regresse und eine sichere Zukunft für Heilmittelerbringer und Patienten.

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Foto des Reichstags über die Spree hinweg

Der Entwurf des Koalitionsvertrags setzt beim Thema Gesundheit und Pflege die bisherige Regierungsarbeit fort. Obwohl beim Thema Schulgeld und Entwicklung der Gesundheitsberufe Bewegung zu erkennen ist, wird die Arztzentrierung der GKV, der mächtige Einfluss der Krankenhäuser und die Ausgrenzung der Gesundheitsfachberufe aus wichtigen Gremien fortgeschrieben. Inhaber von kleinen Praxen profitieren jedoch möglicherweise von Änderungen bei der Finanzierung der GKV.

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Angesichts sinkender Schülerzahlen haben sich die Fraktionen im schleswig-holsteinischen Landtag grundsätzlich für eine kostenfreie Ausbildung in den Gesundheitsfachberufen ausgesprochen. Uneins waren sie dagegen bei der Frage, wer die Finanzierung übernimmt. Während die SPD-Fraktion in ihrem Antrag die Landesregierung aufforderte, das Schulgeld schrittweise abzuschaffen und die Ausbildungskosten zu übernehmen, plädieren die Koalitionsfraktionen für eine Finanzierung durch den Bund.

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Noch im Januar will die SPD-Fraktion einen Antrag „Ausbildung in den Gesundheitsfachberufen schulgeldfrei gestalten“ in den Schleswig-Holsteinischen Landtag einbringen. „Die Zahl der Physiotherapieschüler hat in den vergangenen Jahren nach Angaben des Bundesinstituts für Berufsbildung um 30 Prozent abgenommen“, erklärt Birte Pauls, sozialpolitische Sprecherin der SPD-Fraktion. Neben zum Teil schlechten Arbeitsbedingungen und geringen Einkommen sei auch die teure Ausbildung ein Grund für diese Entwicklung.

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