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Faktoren, die am guten Betriebsklima kratzen

Und warum Sie den Fokus auf das legen sollten, was Sie ändern können
Befragungen zeigen immer wieder, dass ein schlechtes Betriebsklima einer der Hauptgründe ist, warum Mitarbeiter den Job wechseln. Doch was beeinflusst das Betriebsklima derart, dass Mitarbeiter kündigen? In den meisten Fällen sind die Probleme hausgemacht. Externe Faktoren können die Unzufriedenheit dann weiter anfachen. Sowohl interne als externe Gründe zu kennen, ist wichtig. Denn das hilft Ihnen, sich auf die Probleme zu konzentrieren, auf die Sie den größten Einfluss nehmen können.
Faktoren, die am guten Betriebsklima kratzen
© Ivan Bajic

Interne Einflussfaktoren

Das Betriebsklima ist so individuell wie die Mitarbeiter, die dort arbeiten. Es gibt jedoch typische Störfaktoren, die das Betriebsklima in jeder Praxis negativ beeinflussen können. Dazu zählen:

  • Intrigen unter den Kollegen – bis hin zu Mobbing
  • Fehlende Anerkennung durch den Chef
  • Bevorzugung einzelner Kollegen
  • Kein oder geringes Mitspracherecht
  • Fehlende Einarbeitung – insbesondere bei Berufsanfängern
  • Mangelndes Engagement einzelner Kollegen

Externe Einflussfaktoren

Neben internen Ursachen gibt es auch externe Faktoren, die das Betriebsklima negativ beeinflussen können. Ein Thema, mit dem sich viele Therapeuten konfrontiert sehen, ist geringe Wertschätzung. Zum einen durch einige Patienten, die den Wert der Therapie nicht schätzen, zum anderen aber auch gesamtgesellschaftlich. Schon 2017 zeigt die Studie „Ich bin dann mal weg“ der Hochschule Fresenius, dass fehlende Wertschätzung eine der Hauptursachen ist, warum Therapeuten ihren Beruf verlassen. Je häufiger sich Therapeuten damit konfrontiert sehen, desto mehr wächst die allgemeine Unzufriedenheit im Job.

Ein weiteres Thema, das den Frust am System und damit auch indirekt das Betriebsklima negativ beeinflusst, ist moralischer Stress bzw. moralische Verletzung. Therapeuten, die die Patienten immer wieder entgegen der eigenen moralischen Wertvorstellungen und Erwartungen behandeln müssen, hinterfragen über kurz oder lang ihr Handeln und die Sinnhaftigkeit der Arbeit. So driftet die Vorstellung von dem, was Therapeuten unter guter, wirksamer therapeutischer Leistung verstehen, manchmal sehr weit von dem ab, was die Krankenkassen vergüten. Verstärkt wird dieser Zwiespalt etwa durch strenge gesetzliche Vorgaben und/oder Ärzte, die nicht oder nur kostengünstige Therapien verordnen.

Schaffen Sie gute Grundvoraussetzungen

Externe Faktoren wie moralischer Stress und geringe gesellschaftliche Wertschätzung können wie eine Art Katalysator wirken und ein schlechtes Betriebsklima weiter anfachen, wenn es sich bereits etabliert hat. Oberste Prämisse sollte daher sein, interne Ursachen, die sich negativ auf das Betriebsklima auswirken, zu beseitigen. An welchen Stellschrauben Sie wie drehen können, zeigen wir Ihnen in diesem Schwerpunkt.

Tipp: Nehmen Sie externe Faktoren nicht einfach als gegeben hin, sondern zeigen Sie gemeinsam Stärke, indem Sie sich vernetzen! Wie Sie das am besten angehen, lesen Sie in unserem Schwerpunkt „Vernetzen“, Ausgabe 7.2021.

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