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Zahnärzte Vordruck 9 (Z13): Vorderseite

Ausfüllhilfe
Wir zeigen Ihnen, wie die einzelnen Felder der Verordnung Vordruck 9 (Z13) (Vorderseite) auszufüllen sind und markieren dort, wo möglich, die Korrekturoptionen gemäß Heilmittel-Richtlinie Zahnärzte (Stand: 17.12.2020).
© schmolzeundkühn

Legende:

a) Personalienfeld:

Der Versicherte muss eindeutig benannt werden, auch die Kostenträgerkennung und Vertragszahnarztnummer müssen angegeben sein.

a1) Zuzahlung:

Wie gehabt: Durch das Kreuz wird festgelegt, ob eine Zuzahlungsbefreiung vorliegt.

a2) Unfallfolgen/BVG:

Kein Prüfbedarf.

b) Hausbesuch:

Wie gehabt: Durchführung und Abrechnung eines HB nur, wenn JA angekreuzt ist. Fehlendes Kreuz bei JA wird als NEIN gewertet.

c) Therapiebericht:


Abrechnung der Pauschale nur bei angekreuztem Feld.

d) Dringlicher Behandlungsbedarf:

Behandlungsbeginn innerhalb von 14 Tagen. Die Angabe muss vom Zahnarzt aufgehoben werden. In diesem Fall – oder wenn kein Kreuz gesetzt war – muss die Behandlung innerhalb von 28 Kalendertagen nach Ausstellungsdatum begonnen werden.

e) Verordnungsmenge:

Darauf achten, dass die Höchstmenge je Verordnung nicht überschritten wird. Ausnahmen nur bei Vorliegen eines langfristigen Heilmittelbedarfs (LHB) oder eines besonderen Verordnungsbedarfs (BVB). Änderung, Ergänzung oder Veränderung der Aufteilung der VO-Menge auf die verschiedenen Heilmittel nur durch den Zahnarzt. Evtl. werden weiterführende Korrekturmöglichkeiten in den Rahmenverträgen vereinbart.

e1) Verordnungsmenge und Frequenz des ergänzenden Heilmittels:

Verordnungsmenge:

Frequenz des ergänzenden Heilmittels:

Muss nur ausgefüllt sein, wenn ergänzendes Heilmittel verordnet wurde. Richtet sich nach der Verordnungsmenge des vorrangigen Heilmittels.

f) Physiotherapie:


Es kann genau ein vorrangiges und ggf. ein ergänzendes Heilmittel verordnet werden. Jede Änderung eines Heilmittels muss vom Zahnarzt vorgenommen werden.

f1) Vorrangige Heilmittel:


Überprüfen, ob die angekreuzten Heilmittel zur Indikationsgruppe passen. Hat der Zahnarzt das Heilmittel konkretisiert (z. B. Bobath statt KG-ZNS), darf nur das abgegeben werden.

f2) Ergänzende Heilmittel:


Zu einem vorrangigen Heilmittel kann ein ergänzendes Heilmittel verordnet werden. Die Anzahl der Behandlungseinheiten darf jedoch nicht höher sein als die Anzahl des vorrangigen Heilmittels der VO. Physiotherapeuten können Maßnahmen der Elektrotherapie auch ohne vorrangiges Heilmittel erbringen und abrechnen.

f3) Sprech-, Sprach- und Schlucktherapie:


Hier besteht die Möglichkeit, verschiedene Behandlungszeiten zu verordnen. Die Aufteilung der VO-Menge ist in der Zeile hinter der jeweiligen Therapiedauer zu spezifizieren. Bei Aufteilung muss die Summe der Verordnungsmengen in diesem Feld mit der Verordnungsmenge im Feld e übereinstimmen.

g) Therapiefrequenz:


Abweichung von der angegebenen Frequenz nach Rücksprache mit Zahnarzt und Dokumentation auf der Rückseite der VO. Fehlt die Frequenz, muss dies bis zur Abrechnung ergänzt werden. Kann als fester Wert oder als Zeitspanne (z. B. Kreuz bei 1 und 3 für 1 bis 3) angegeben werden.

h) ggf. ergänzende Angaben zum Heilmittel:

Hat keinen Einfluss auf die Gültigkeit der VO. z. B. zur Verordnung von Doppelbehandlungen.

i) Vollständiger Indikationsschlüssel:

(für Logo)

Wie gehabt: Die Indikationsgruppe gemäß HMK fasst bestimmte Krankheitsbilder zusammen und bestimmt, welche Heilmittel in welchem Umfang verordnet werden können. Entsprechende Angaben auf der VO müssen zur Indikationsgruppe passen. Indikationsschlüssel nur vom Zahnarzt ändern.

Achtung: Bis es evtl. Klarstellungen dazu gibt, achten Sie darauf, dass wenn die Leitsymptomatik nicht mittels ihres kleinen Ordnungsbuchstabens im Indikationsschlüssel mit angegeben (z. B. CD1a) ist, sie als Klartext hinter der Diagnose stehen (z. B. bei LYZ2) muss.

j) Therapierelevante(n) Diagnose(n), ergänzende Hinweise, ggf. Therapieziele:

(für Physio)

Wie gehabt: Jede Verordnung benötigt eine Diagnose, die meist als Klartext auf der Verordnung steht. Sie kann auch als ICD-10-Code eingetragen werden (j1). Auch mehrere Diagnosen und/oder zusätzlicher Freitext, Hinweise etc. sind zulässig.

Zusätzlich ist eine Leitsymptomatik auf der Verordnung anzugeben. Ist sie nicht im Indikationsschlüssel bereits mit kodiert, muss sie ausgeschrieben werden.

k) Vertragszahnarztstempel und Unterschrift des Zahnarztes:

Eine Verordnung ist nur gültig, wenn sie zahnärztlich unterschrieben und mit dem Zahnarztstempel versehen ist.

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