up|unternehmen praxis

Heilmittel-Verordnungssoftware der Ärzte verbessert

Hinweis auf längerfristige 12-Wochen-Verordnungen
Die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) hat bekannt gegeben, dass Ärzte künftig einen Hinweis über ihre Verordnungssoftware erhalten, wenn sie bei einer Heilmittelverordnung von der Höchstmenge je Verordnung abweichen können und Heilmittel für bis zu zwölf Wochen verordnen dürfen.
© iStock: Saklakova

Der von der KBV festgelegte Anforderungskatalog für die Heilmittel-Verordnungssoftware sieht vor, dass die Umsetzung dieser Änderung bis zum 1. Oktober 2021 erfolgt sein muss. Die Änderungen haben KBV und GKV-Spitzenverband als Partner des Bundesmantelvertrags-Ärzte vereinbart. Sie sollen dazu führen, dass Ärzte beim Verordnen von Heilmitteln besser erkennen können, bei welchen Indikationen ihrer Patienten längerfristige Verordnungen möglich sind.

Bisher war für Ärzte beim Verordnen nicht immer sichtbar, ob eine Heilmittelverordnung die Kriterien für einen langfristigen Heilmittelbedarf oder einen besonderen Verordnungsbedarf erfüllt und damit die Möglichkeit besteht, für eine Behandlungsdauer von bis zu zwölf Wochen zu verordnen.

Wenn nun künftig die eingegebenen Daten zur Verordnung einen langfristigen Heilmittelbedarf begründen oder aber die ICD-10-Codes, gegebenenfalls auch die Altersgrenze, in Verbindung mit der entsprechenden Diagnosegruppe des Heilmittelkatalogs, einem besonderen Verordnungsbedarf entsprechen, zeigt die Verordnungssoftware einen Hinweis an: „Die Kriterien, um von der Höchstmenge je Verordnung abzuweichen, sind erfüllt. Die Anzahl der Behandlungseinheiten kann in Abhängigkeit der Therapiefrequenz für eine Behandlungsdauer von bis zu 12 Wochen bemessen werden.“ Die Aktualisierung der Software soll automatisch über ein Update erfolgen.

Außerdem interessant:

Besonderer Verordnungsbedarf: Darauf kommt es bei der Verordnung an

Langfristiger Heilmittelbedarf (LHB): Diese beiden Möglichkeiten gibt es

0 Kommentare
Inline Feedbacks
View all Kommentare
0
Wir würden gerne erfahren, was Sie meinen. Schreiben Sie einen Kommentar.x