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Ergotherapie als Maßnahme zur Reintegration von Patienten mit Schizophrenie

Schizophrenie gilt neben Depressionen und der bipolaren Störung als eine der schwerwiegendsten psychischen Erkrankungen. Viele Betroffene brechen ihre Ausbildung ab oder geben ihren Beruf auf, wodurch es zu vielen Frühverrentungen kommt. Um dem entgegenzuwirken, gibt es zwei Ansätze. Das System „First place – then train“ verfolgt das Ziel, die Betroffenen an ihrem Arbeitsplatz zu begleiten – wie bei der „Hamburger Arbeitsassistenz“. Studien zufolge sind diese Systeme erfolgreicher. Hier sind jedoch länderspezifische sozialrechtliche Vorschriften oder allgemeine Arbeitsbedingungen vorab zu prüfen.
© iStock: Ivan-balvan

Das Gegenteil ist beim Pre-vocational-Training der Fall. Dabei findet Ergotherapie in einem geschützten Rahmen statt. Ziel ist es, ein arbeitsbezogenes Training umzusetzen. Danach sollten die Patienten ohne weitere Begleitung auf dem Arbeitsmarkt integriert werden („First train – then place-Prinzip). Dieser Ansatz wird aktuell noch häufig in Deutschland praktiziert.

Quelle: K. Adorjan & P. Falkai, DNP –  Der Neurologe & Psychiater, Ausgabe 6/2019 (kostenpflichtiger Volltextzugriff)

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