up|unternehmen praxis

Praxisorganisation in Corona-Zeiten: Teil 3 – Termine

Mit angepasstem Terminmanagement den Infektionsschutz erhöhen
Durch eine clevere Taktung der Termine fangen Sie zwei Fliegen mit einer Klappe: Sie reduzieren die Anzahl an Patienten, die gleichzeitig in der Praxis sind, können aber dennoch so viele Patienten behandeln, wie es die aktuelle Situation zulässt. Mit diesen Anpassungen beim Terminmanagement können Sie das Infektionsrisiko noch weiter senken.
© MicroStockHub

Terminvergabe überarbeiten

  • Etablieren Sie, wenn noch nicht geschehen, einen Online-Terminservice und verweisen Sie aktiv darauf. So entlasten Sie zum einen das Telefonaufkommen, was bei einer geringeren Praxisbesetzung von Vorteil ist. Zum anderen reduzieren Sie die Verweilzeit am Empfang, weil keine Folgetermine im Anschluss an die Therapie vor Ort vereinbart werden müssen.
  • Schauen Sie, für welche Patienten Videotherapien möglich sind und stellen Sie die Therapie entsprechend um. Auf diese Weise können Sie die Termine in der Praxis auf ein Minimum reduzieren. Eine Möglichkeit ist beispielsweise, jeden zweiten Termin als Videotherapie durchzuführen, sofern die Patienten die Voraussetzungen dafür erfüllen.
  • Achten Sie bei der Terminplanung darauf, dass ein Patient immer vom gleichen Therapeuten behandelt wird.
  • Vergeben Sie Termine zeitlich versetzt. Ein Therapeut beginnt um 8.05 Uhr, der nächste um 8.10 Uhr, etc. So ist es weniger wahrscheinlich, dass sich Patienten und auch Therapeuten am Empfang oder im Flur begegnen.
  • Berücksichtigen Sie die gestiegenen Hygienemaßnahmen in der Therapieplanung und passen Sie die Zeiten ggf. an.
  • Bauen Sie generell einen kleinen Puffer – etwa fünf Minuten – zwischen den einzelnen Terminen ein. So reduzieren Sie das Risiko, dass sich Patienten begegnen, weiter.
  • Denken Sie daran, bei der Terminplanung auch das Schichtsystem der Mitarbeiter zu berücksichtigen.

Therapieablauf anpassen

  • Bevorzugen Sie, wann immer möglich, Hands-off Therapien.
  • Kann naher Kontakt nicht vermieden werden, bietet sich für die Therapeuten neben dem Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes auch ein mobiler Spuckschutz in Form eines Visiers an – etwa in der Atemtherapie oder Logopädie.

Tipp: Um Verzögerungen oder unnötige Unterbrechungen während der Therapie zu vermeiden, etwa weil ein Patient den Mundschutz vergessen hat oder dieser während der Behandlung heruntergefallen ist, legen Sie in jedem Behandlungsraum Mund-Nasen-Schutz als Einmalprodukt bereit.

Zeigen Sie Präsenz bei Ärzten

Suchen Sie den Dialog mit den verordneten Ärzten. Informieren Sie sie darüber, dass Sie geöffnet haben, welche umfangreichen Schutzmaßnahmen Sie für die Patienten umsetzen und sensibilisieren Sie sie dafür, dass auch bzw. besonders in diesen Zeiten Therapie wichtig und notwendig ist.

Außerdem interessant:

Praxisorganisation in Corona-Zeiten: Teil 1 – Hygiene

Praxisorganisation in Corona-Zeiten: Teil 2 – Checkliste

0 Kommentare
Inline Feedbacks
View all Kommentare
0
Wir würden gerne erfahren, was Sie meinen. Schreiben Sie einen Kommentar.x