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Startschuss für die Corona-Warn-App

Kommunizieren Sie offen, wie Sie in der Praxis damit umgehen
Seit dem 16. Juni 2020 können wir die Corona-Warn-App der Bundesregierung für unser Smartphone in den App-Stores von Google und Apple kostenfrei herunterladen. Als zusätzlich Maßnahme zu den geltenden Hygienevorschriften und Abstandsregeln trägt sie dazu bei, das Coronavirus weiter einzudämmen. Hier gilt: Je mehr Menschen die App anwenden, desto höher ist der Nutzen. Verständigen Sie sich mit Ihren Mitarbeitern auf eine einheitliche Meinung dazu und kommunizieren Sie die Handhabung in der Praxis offen gegenüber Ihren Patienten.
© Fotolia.com: Robert Kneschke

Begegnen sich zwei Personen, die die Corona-Warn-App auf dem Smartphone installiert und aktiviert haben, misst diese via Bluetooth den Abstand und die Begegnungsdauer. Erfüllen die Werte bestimmte vom Robert Koch-Institut festgelegte Kriterien, tauschen die Geräte Zufallscodes aus, die für 14 Tage auf den Smartphones gespeichert werden – und wirklich nur dort. Diese erlauben keine Rückschlüsse auf Sie oder Ihren Standort. Befindet sich unter den Kontakten jemand, der nachträglich positiv auf das Virus getestet wurde und vermerkt die Person dies in der App, erhalten wir eine Warnung.

Handhabung offen kommunizieren

Da es keine Pflicht zur Nutzung der App gibt, ist es umso wichtiger, dass möglichst viele sie aus eigener Überzeugung herunterladen und aktivieren. Nur so kann sie effektiv zur Eindämmung der Pandemie beitragen. Bilden Sie sich Ihre Meinung dazu und teilen Sie Ihren Mitarbeitern mit, wie der Umgang mit der App in der Praxis gehandhabt und gegenüber den Patienten kommuniziert werden soll.

  • Wenn Sie für eine generelle Nutzung der App in der Praxis sind, sprechen Sie mit Ihren Mitarbeitern darüber. Stoßen Sie auf Ablehnung, versuchen Sie, die Einwände zu entkräften. Der Datenschutz etwa ist ein häufiger Grund, warum die App abgelehnt wird. Schildern Sie, wie dieser geregelt ist – dass das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik eingebunden ist und dass keine persönlichen Daten, sondern nur zeitlich begrenzt verschlüsselte Zufallscodes auf dem Smartphone gespeichert werden.
  • Setzen Sie die App in der Praxis ein, fertigen Sie einen Aushang an, indem Sie Ihre Patienten darüber informieren und weisen Sie auch offensiv darauf hin, dass jeder Patient, der die App nutzt, die Sicherheit in der Praxis zusätzlich erhöht.

Weitere Informationen:

Die Bundesregierung gibt auf ihrer Website Antworten auf die wichtigsten Fragen rund um die Corona-Warn-App.

Für technische Fragen ist zudem eine kostenlose Hotline eigerichtet: 0800 754 000 1

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