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Neues Instrument zum Dysphagiescreening bei geriatrischen Patienten

Die Arbeitsgruppe Dysphagie der Deutschen Gesellschaft für Geriatrie (DGG) hat ein neues Instrument entwickelt, das ein einfaches und niederschwelliges Dysphagiescreening bei älteren Patienten ermöglicht. In ambulanten Praxen kann es erste Hinweise auf das Vorliegen einer Dysphagie liefern und eine entsprechende Diagnostik in Gang gesetzt werden.
Neues Instrument zum Dysphagiescreening bei geriatrischen Patienten

Darüber hinaus empfehlen die Autoren, alle Patienten über 70 Jahren mit bestimmten Diagnosen (etwa Frailty-Syndrom, Sarkopenie, Malnutrition sowie akute und chronische neurologische Erkrankungen) mithilfe des Screenings auf eine eventuell vorliegende Dysphagie zu untersuchen. Dieses sollte im Rahmen der Erhebung des geriatrischen Assessments bzw. der Aufnahme in die geriatrische Klinik oder bei Vorstellung in der Praxis erfolgen. Der Test setzt sich aus Fragen zu den Bereichen Allgemeinzustand, Orale Inspektion und Wasserschlucktest, zusammen und fokussiert, anders als viele bisherige Tools, nicht ausschließlich neurologische Erkrankungen.

Das Screeningtool kann kostenlos auf der Website der DDG heruntergeladen werden.

Quelle: M. Jäger et al., Zeitschrift für Gerontologie und Geriatrie, Ausgabe 3/2020 | kostenfreier Volltextzugriff

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