up|unternehmen praxis

Weitere Facharztgruppen

Manualmedizinisches Therapiekonzept bei idiopathischer Adoleszentenskoliose

Die idiopathische Adoleszentenskoliose ist die häufigste Form der Wirbelsäulenverkrümmung. Die derzeit übliche Behandlung besteht in der Physiotherapie und in der Verordnung eines Korsetts. Die Evidenz der Korsettbehandlung ist belegt, während gut dokumentierte Studien zum Wirkungsnachweis der Physiotherapie noch fehlen.
Physio- und Ergotherapie in Behandlung der infantilen Zerebralparese einbinden
© SpringerMedizin

In dem Beitrag wird ein manualmedizinisches Behandlungskonzept vorgestellt, das nicht primär auf die Krümmungen der Brust und Lendenwirbel zielt, sondern auf die Behandlung des Beckenrings sowie des Kiefersystems und der Kopfgelenke. Der Beckenring als unterer Pol ist die Basis des Rumpfes und der Wirbelsäule. Gerät diese aus der Balance, hat das Auswirkungen „bis zur Spitze“. Kiefersystem und Kopfgelenke bilden den oberen Pol im Therapiekonzept der Skoliose. Obwohl fast alle Skoliose-Patienten eine kieferorthopädische Behandlung benötigten, wird in der Literatur der Zusammenhang zwischen einer kraniomandibulären Dysfunktion (CMD) und dem Verlauf der Adoleszentenskoliose nicht ernsthaft diskutiert.

Quelle: W. Coenen et al., Manuelle Medizin, Ausgabe 3/2020 | + kostenpflichtiger Volltextzugriff

Außerdem interessant:

Physiotherapie: Mangelnde Evidenz zum Behandlungserfolg beim HWS-Syndrom

Bei chronischer Lumbalgie konservative Therapiemaßnahmen ausschöpfen

0 Kommentare
Inline Feedbacks
View all Kommentare
0
Wir würden gerne erfahren, was Sie meinen. Schreiben Sie einen Kommentar.x