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Kinderärzte

Bei Kindern mit Morbus Perthes Physiotherapie zur Gelenkmobilisation verordnen

Bei Morbus Perthes handelt es sich um eine Hüfterkrankung bei Kindern, bei der eine Durchblutungsstörung der proximalen Femurepiphyse zu einer aseptischen Nekrose und einer Störung der Ossifikation des Hüftkopfes führt. Neben einer Gelenkschonung wird in der aktiven Phase der Erkrankung u. a. konsequent durchzuführende Physiotherapie und Eigenübungen zur Gelenkmobilisation, v.  a. der Abduktion, Innenrotation und Extension, empfohlen.
Bei Kindern mit Morbus Perthes Physiotherapie zur Gelenkmobilisation verordnen
© SpringerMedizin

Ist die Bewegungseinschränkung sehr ausgeprägt, kann auch eine intensivierte, stationär konservative Behandlung mit zusätzlicher kontinuierlicher Traktionsbehandlung indiziert sein, so die Autoren. Während der aktiven Phase der Erkrankung sollten in drei- bis viermonatigen Abständen Röntgenkontrollen erfolgen, um eine Verschlechterung zu erkennen und eventuell eine Operation zu verschreiben. Zusammen mit der Epiphyseolysis capitis femoris (ECF) zählt Morbus Perthes zu den zwei der sogenannten kinderorthopädischen „Klassikern“. Anders als Morbus Perthes muss die ECF jedoch immer operativ therapiert werden.

Quelle: K. Schultz et al., Monatsschrift Kinderheilkunde, veröffentlicht am 13.08.2020 | + kostenpflichtiger Volltextzugriff

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