up|unternehmen praxis

Corona-Pandemie: Fünf Tipps zur Praxisorganisation während der zweiten Welle

Die Corona-Pandemie begleitet uns nun schon viele Monate. Im Sommer war die Lage etwas entspannter, mittlerweile sind die Infektionszahlen stark gestiegen, was den zweiten Lockdown zur Folge hatte. Vieles erinnert uns an die Situation im Frühjahr. Eines ist jedoch anders: Wir können mittlerweile auf einen großen Wissensschatz an effektiven Hygiene- und Organisationsmaßnahmen zurückgreifen. Haben Sie die folgenden Punkte in Ihrer Praxis bereits umgesetzt?
© iStock: wakila

Menschen reagieren ganz unterschiedlich auf die Corona-Pandemie. Während die einen manche Maßnahmen für völlig übertrieben halten und das Virus eher auf die leichte Schulter nehmen, löst es bei anderen sehr starke Ängste aus. Auch Ihre Mitarbeiter reagieren wahrscheinlich unterschiedlich auf die aktuelle Situation – und das ist völlig in Ordnung. Gehen Sie mit gutem Beispiel voran und zeigen Sie anderen Meinungen gegenüber Toleranz und Verständnis. Unabhängig davon müssen sich dennoch alle an die bestehenden rechtlichen und praxisinternen Vorgaben halten.

1. Klare Hygiene- und Verhaltensregeln festlegen

Das sind zum einen natürlich die Corona-Regelungen, die offizielle Stellen beschließen. Zum anderen sollten Sie auch für Ihre Praxis klare Vorgaben zum Infektionsschutz machen, an die sich alle Mitarbeiter und Patienten halten müssen. Falls die Regeln noch nicht in Fleisch und Blut übergegangen sind sowie bei Änderungen, hängen Sie diese an einer prominenten Stelle aus, damit die Mitarbeiter bei Arbeitsbeginn und die Patienten bei Betreten der Praxis daran erinnert werden.

Wichtig: Die Maßnahmen gelten natürlich auch für den Chef. Nicht nur sollten Sie als gutes Beispiel vorangehen, es geht auch um Ihre Gesundheit. Das wird im stressigen Alltag schnell vergessen.

Tipp: Weitere Informationen zum Schutz von dem Coronavirus im Arbeitsalltag finden Sie auch auf www.infektionsschutz.de/coronavirus

2. Vorgaben für den Krankheitsfall kommunizieren

Legen Sie zudem genau fest, was im Krankheitsfall zu tun ist. Beispiel: Mitarbeiter mit Covid-19-Symptomen bleiben zu Hause und lassen diese ärztlich abklären, bevor sie wieder in die Praxis kommen. Wer einen Kontakt mit einer nachgewiesen positiv getesteten Person hatte, bleibt ebenfalls zu Hause und nimmt Kontakt zum örtlichen Gesundheitsamt auf – auch wenn keine Krankheitszeichen vorliegen. Details zur aktuellen Teststrategie des RKI (Stand 9.11.2020) können Sie hier nachlesen.

3. Über Umgang mit Kontrollen informieren

Wo Verbote herrschen, wird auch kontrolliert. Sprechen Sie daher mit Ihren Mitarbeitern, wie sie damit umgehen, wenn Polizei oder Ordnungsamt vor der Tür stehen und Fragen zur medizinischen Notwendigkeit der Behandlung der Patienten haben. Weisen Sie dabei besonders darauf hin, dass keine medizinischen Unterlagen der Patienten vorgezeigt werden müssen und dürfen. Das gilt auch für Verordnungen.

4. Hygienekonzept bereithalten

Auf Verlangen vorzeigen müssen Sie hingegen ein schriftliches Hygienekonzept. Achten Sie darauf, dass es stets der derzeit gültigen Corona-Verordnung Ihres Bundeslandes entspricht.

5. Praxisöffnung deutlich nach außen kommunizieren

Eigentlich sollte sowohl Ärzten als auch Patienten mittlerweile klar sein, dass die Therapiepraxen weiterhin offen sind und medizinisch notwendige Behandlungen durchgeführt werden. Dennoch kann es nicht schaden, dies weiterhin deutlich zu kommunizieren, sei es etwa als Hinweis auf der Startseite Ihrer Praxiswebsite, per Ansage auf dem Anrufbeantworter, der außerhalb der Öffnungszeiten läuft, oder auch durch ein Schild an der Praxistür.

Außerdem interessant:

Kein Testkonzept für kostenlose Coronatestes erforderlich

Regelungen zum Kurzarbeitergeld gelten bis Ende 2021

0 Kommentare
Inline Feedbacks
View all Kommentare
0
Wir würden gerne erfahren, was Sie meinen. Schreiben Sie einen Kommentar.x