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Skoliose und Sport: Athleten profitieren von Physiotherapie

Athleten, die unter Skoliosen leiden, sind heutzutage nicht mehr zu Inaktivität verdammt. Je nach Ursache können die dreidimensionalen Deformitäten der Wirbelsäule mithilfe von physiotherapeutischen und sportpädagogischen Interventionen positiv beeinflusst werden. Die Art der Intervention richtet sich nach der Ursache der Skoliose – ob funktionell, bedingt durch Fehlhaltung oder idiopathisch.
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Dr. Wolfram Reisner, niedergelassener Facharzt für Physikalische und Rehabilitative Medizin, sieht die begleitende Physiotherapie, am idealsten nach Lehnert-Schroth, als wichtigste Säule der Behandlung. Diese empfiehlt er auch als Erhaltungstherapie bei hochgradigen Skoliosen, die mittels Spondylodese operativ versorgt werden. Bei einem Beckenschiefstand sind laut Reisner speziell manuelle oder osteopathische Techniken, Physiotherapie, Akupunktur und Stoßwellen förderlich. Dadurch könne verhindert werden, dass der Beckenschiefstand die Wirbelsäule in die seitliche Ausbiegung zwingt. Zusätzlich sollten die umliegenden Muskelstrukturen gestärkt werden. Treten kardiopulmonale Probleme auf, ist eine professionell angeleitete Bewegungs-, Atem- und Physiotherapie sinnvoll.

Quelle: L. Kura, Deutsche Zeitschrift für Sportmedizin, veröffentlicht in 8/2020 | kostenfreier Volltextzugriff

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