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Kinderärzte

Bei Skoliosen im Kindes- und Jugendalter Physiotherapie als Begleittherapie

Etwa zwei Prozent aller Kinder und Jugendlichen leiden unter einer Skoliose. Je nach Grunderkrankung und Schweregrad können zahlreiche konservative und operative Behandlungen nötig sein. Physiotherapie wird von den Autoren für die idiopathische (AIS) und neuromuskuläre Skoliose empfohlen.
Bei Skoliosen im Kindes- und Jugendalter Physiotherapie als Begleittherapie
© SpringerMedizin

Bei der AIS können mithilfe von Physiotherapie (z. B. nach Schroth), einer Korsetttherapie oder einer Operation eine Progredienz verhindert und bestehende Krümmungen korrigiert bzw. erhalten werden. Allerdings ist es schwierig, die Evidenz einer Physiotherapie zu erfassen. Eine Therapie kann dann sinnvoll sein, wenn Patienten täglich ihre Übungen als Heimtraining absolvieren und wöchentlich von ihren Physiotherapeuten überprüft werden. Als alleinige Maßnahme verordnen Orthopäden Physiotherapie meist nur bei Skoliosen zwischen zehn und 20 Grad sowie begleitend zur Korsettbehandlung und nach einer Operation.

Kinder, die an einer neuromuskulären Erkrankung leiden, erhalten in Deutschland meist generell Physiotherapie. Diese allein kann eine Skoliose jedoch nicht aufhalten. Daher ist eine Korsetttherapie oder operative Aufrichtung zusätzlich meist sinnvoll.

Quelle: A. Hell et al., Monatsschrift Kinderheilkunde, Ausgabe 10/2020| + kostenpflichtiger Volltextzugriff

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