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Partialrupturen der Rotatorenmanschette zunächst konservativ behandeln

Verletzungen der Rotatorenmanschette (RM) zeigen sich in unterschiedlichen Ausprägungen. Dabei können einzelne Sehnen teilweise eingerissen oder komplett gerissen sein, es kann aber auch zu fortgeschrittenen degenerativen Veränderungen kommen. Ein konservativer Therapieversuch ist bei fehlender oder gut kompensierter klinischer Symptomatik sowie bei Partialläsionen der RM angezeigt, sofern diese keine Auswirkungen auf die glenohumerale Gelenkzentrierung haben.
Partialrupturen der Rotatorenmanschette zunächst konservativ behandeln
© SpringerMedizin

Die Autoren empfehlen, die konservative Therapie über einen Zeitraum von bis zu drei Monaten auszuschöpfen. Um starke Schmerzen zu lindern und eine physiotherapeutische Belastung zu ermöglichen, kann einmalig eine Kortikoidinjektion förderlich sein. Zentraler Bestandteil der konservativen Therapie ist eine fokussierte Physiotherapie zur Dehnung der Gelenkkapsel, zur Zentrierung des Humeruskopfes sowie zur Kräftigung der RM und der skapulothorakalen Muskulatur. Ziel dessen ist, den Bewegungsumfang, die Kraft und die Funktion der Schulter zu verbessern.

Quelle: E. Böhm et al., Der Unfallchirurg, veröffentlicht am 21.12.2020 | + kostenpflichtiger Volltextzugriff

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