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Teil 2 der Reihe #Instagram

Ihre persönliche Content-Strategie für die Praxis
Der Instagram-Account ist eingerichtet und ein wenig gestöbert haben Sie in dem sozialen Netzwerk auch bereits. Dann kann es jetzt losgehen mit Ihren eigenen Inhalten. Um möglichst viele Follower zu gewinnen, benötigen Sie eine Strategie. Diese zu erstellen, kostet Sie am Anfang etwas Zeit, erleichtert Ihnen aber später die Arbeit. Wir zeigen Ihnen, wie Sie dabei vorgehen und worauf Sie bei Ihrem Content achten sollten.
© Nottomanv1

1.    Schritt: Die Zielgruppe und Ziele des Accounts definieren

Einfach irgendwelche Fotos aus der Praxis zu posten, wird Ihnen keinen Erfolg bringen. Sie sollten sich vorher überlegen, warum Sie Ihren Account angelegt haben, wen Sie damit erreichen und welche Botschaft Sie senden möchten. Bevor Sie also loslegen, finden Sie auf folgende Fragen Antworten:

  • Welche Zielgruppe möchte ich mit meinem Account erreichen? Neue Patienten? Neue Mitarbeiter? Sporteinrichtungen? Soziale Einrichtungen?
  • Was möchte ich darstellen? Welches Ziel möchte ich mit den Bildern verfolgen?
  • Wie möchte ich meine Praxis darstellen?

 

Wenn Sie sich einmal bewusst machen, warum Sie einen Instagram-Account angelegt haben, wird es Ihnen später leichter fallen, entsprechende Bilder zu machen, die speziell auf die Ziele ausgerichtet sind.

2.    Schritt: Einen einheitlichen Look kreieren

Überlegen Sie sich vorab einen Stil für Ihre Seite. Es gibt verschiedene Möglichkeiten, einen Wiedererkennungswert zu schaffen. Optimal wäre, wenn Ihre Follower bereits anhand des Bildes erkennen, dass Ihre Praxis hinter dem Foto steckt. Das erreichen Sie, indem Sie zum Beispiel immer die gleichen Filter, also bestimmte Effekte, verwenden.

Hinweis für Fortgeschrittene, die Lust auf mehr haben: Sie können auch einen sogenannten „Grid“ (deutsch: Gitter) für Ihre Seite erstellen. Das ist quasi das Gesamtbild ihrer Seite. Sie können die Fotos so anlegen, dass ein stimmiges Muster entsteht – wie ein Puzzle. Wenn Sie auf starre Grids setzen, müssen Sie natürlich darauf achten, dass Ihr gewähltes Muster erhalten bleibt – also vertikale oder horizontale Linien usw.

Zudem können Sie für Umfragen, Texte und Co. immer die gleichen Farben verwenden, zum Beispiel im Corporate Design der Praxis. Dabei müssen Sie nicht nur auf eine Farbe setzen. Wählen Sie aber bewusst eine bestimmte Farbkombination, die Sie immer wieder verwenden, beispielsweise fünf verschiedene Grüntöne oder eine Kombination aus Blau- und Rosétönen. Auch dies schafft eine Einheitlichkeit sowie einen Wiedererkennungswert.

3.   Schritt: Inhalte überlegen und clever mischen

Der Account der Praxis soll vor allem eines sein: interessant. Das erreichen Sie, indem Sie Ihren Followern eine bunte Mischung an Informationen bereitstellen. Hier eine Auswahl:

  • Einblicke in den Praxisalltag: Zeigen Sie Ihren Followern Ihre Praxis. Führen Sie sie durch die Räumlichkeiten, lassen Sie die Mitarbeiter sprechen – sofern diese einverstanden sind – und posten Sie Behandlungssituationen (auch hier benötigen Sie natürlich das schriftliche Einverständnis der abgebildeten Personen). Gibt es in Ihrer Praxis Besonderheiten? Zeigen Sie diese!
  • Umfragen, Meinungen und Co.: Beziehen Sie Ihre Follower ein, indem Sie Ihnen Fragen stellen bzw. um deren Meinung zu einem Thema bitten. Je nach Zielgruppe können diese fachspezifisch sein oder den Praxisalltag betreffen.
  • Informationen: Es gibt Neuerungen, die Verordnungen betreffen? Oder Sie möchten einfach einmal über besondere Therapie-Schwerpunkte wie die Skoliose-Behandlung nach Schroth informieren? Sehr gut!
  • Bilder und Videos mischen: Einige Inhalte lassen sich gut bildlich darstellen, bei anderen ist dies schwierig. Sie können daher auch kurze Videos posten, um beispielsweise eine Übung zu erklären.
  • Stories, Boomerangs und Highlights posten: Aktuelle Themen oder besondere Inhalte lassen sich auch gut in Stories verarbeiten. Diese können Nutzer abrufen, indem sie auf Ihr Profilfoto klicken. Die Stories sind 24 Stunden abrufbar und verschwinden dann wieder. Sie können sie aber auch als Highlights speichern, dann bleiben sie bestehen – mehr dazu lesen Sie im kommenden Beitrag.

4.    Schritt: Inhalte sammeln und vorausschauend planen

Haben Sie immer ein kleines Portfolio an Content auf Halde. So geraten Sie nicht in Stress, falls es gerade einmal nichts Neues gibt oder Sie auch einfach keine Zeit haben, um passende Inhalte zu erstellen. Hilfreich ist es, sich einen Plan zu erstellen, wann Sie welche Bilder, Videos und Umfragen posten möchten. Dafür gibt es auch verschiedene Tools wie later.com, hootsuite.com oder postcron.com. Mit diesen Planungstools können Sie Posts vorplanen, verwalten und teilweise automatisch auf weiteren Plattformen wie Facebook, LinkedIn und Co. veröffentlichen.

5.    Schritt: Community-Management und Analyse

Sie haben ein Bild aus Ihrem Praxis-Alltag gepostet und nun entsteht dazu in den Kommentaren eine rege Diskussion unter Ihren Followern. Nehmen Sie diese wahr und reagieren Sie auch auf Kommentare oder Fragen, wenn dies nötig ist. Indem Sie die Diskussionen aufmerksam verfolgen, können Sie gleichzeitig sehen, ob Ihr Bild die Reaktionen hervorruft, die Sie erreichen wollen. Sie erkennen gleichzeitig, welche Personen Ihre Beiträge kommentieren oder „liken“.

Wenn Sie ein Businessprofil haben, können Sie für die Analyse auch die Insights nutzen. Dort erfahren Sie, welche Beiträge besonders häufig „geliked“ werden, welche zu einer regen Diskussion geführt haben und welche Personen die Beträge beachtet haben. Anhand dessen können Sie schließlich schauen, welcher Content bei Ihrer Zielgruppe gut ankommt.

Nun haben Sie eine Content-Strategie und können Inhalte veröffentlichen. Im nächsten Teil unserer Reihe #Instagram widmen wir uns Stories, Reels, Live-Videos und Highlights.

Glossar: Die wichtigsten Instagram-Begriffe, die Sie kennen sollten

Feed: Die Gesamtübersicht Ihrer Beiträge auf Ihrer eigenen Seite heißt Feed. Es ist also die Sammlung Ihrer Posts.

Follower: Das sind die Personen, die Ihrem Account folgen. Sie haben ihn quasi abonniert und bekommen Ihre Beiträge automatisch angezeigt.

Hashtag: Ältere von uns kennen einen Hashtag noch unter dem Begriff Raute (#). Versehen Sie bei Instagram einen Begriff mit einem #, taucht dieser in der Suche auf, beispielsweise #physiotherapie oder #stottern. Sie sollten jeden Ihrer Posts mit relevanten Hashtags versehen – und immer mit Ihrem Praxisnamen.

IGTV: Mit„Instagram TV“ können Sie längere Videos von bis zu 60 Minuten aufnehmen. Über die Suche können Sie sich dann IGTV-Videos anzeigen lassen und eben auch suchen.

Insights: Um herauszufinden, wer sich wann welche Beiträge angesehen hat, können Sie die Insights nutzen. Dies sind also die Statistiken zu Ihrer Seite.

Post: Wenn Sie ein Bild veröffentlichen, ist dies ein Post – oder auch Beitrag genannt.

Reels: Das sind 15-sekündige interaktive Videos, die mit Musik, Effekten und weiteren kreativen Gimmicks aufgepeppt werden können.

Story: Sie können Fotos und Videos in Ihrer Story veröffentlichen. Diese erscheinen dann nicht in Ihrem Feed, sondern Nutzer können Sie sehen, indem Sie auf Ihr Profilbild klicken. Eine Story ist 24 Stunden sichtbar und wird dann von Instagram gelöscht – es sei denn, Sie speichern die Story als Highlight in Ihrem Profil.

Außerdem interessant:

Teil 1 der Reihen #Instagram: Die ersten Schritte zum Influencer-Therapeuten

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