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Dysphagie: Neue neurologische Klassifikation von sieben Störungsbildern

Bei vielen neurologischen Erkrankungen können Schluckstörungen auftreten. Betroffen sind 20 bis zu 30 Prozent der Demenz- und etwa 50 Prozent der Schlaganfall-Patienten. Neben einer erheblichen Einschränkung der Lebensqualität können Dysphagien zu schweren klinischen Komplikationen wie etwa Mangelernährung, Dehydration und unzureichender Medikamenteneinnahme führen.
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In einer Videoendoskopie-Studie, die kürzlich in der Fachzeitschrift „Neurology“ veröffentlicht wurde, hat ein interdisziplinäres Team aus Neurologen und Logopäden erstmals eine Klassifikation von sieben neurologischen Störungsbildern eingeführt, in der die Dysphagie anhand des phänotypischen bzw. endoskopisch sichtbaren Störungsmusters eingeteilt wird. Sie soll helfen, die weitere Forschung und Diagnostik zu verbessern sowie die Behandlung von neurologischen Patienten mit Dysphagie künftig durch zielgerichtete therapeutische Interventionen zu ergänzen und zu optimieren. Fazit der Wissenschaftler: Neurogene Dysphagie ist kein Symptom, sondern ein multi-ätiologisches Syndrom mit unterschiedlichen phänotypischen Mustern.

Quelle: Deutsche Gesellschaft für Neurologie, veröffentlicht am 01.04.2021| kostenfreier Volltextzugriff

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