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Beim Dravet-Syndrom erhalten Klein- und Vorschulkinder Physio- und Sprachtherapie

Das Dravet-Syndrom (DS) ist ein seltenes, in der frühen Kindheit beginnendes Epilepsiesyndrom, das mit üblichen Mitteln nicht therapiebar ist. Die Erkrankung ist mit mindestens einer Komorbidität und mit einem hohen Risiko eines vorzeitigen Todes verbunden. Die Querschnittsstudie „Dravet syndrome caregiver survey“ des europäischen Netzwerkes der „Dravet Syndrome European Federation“ hat kürzlich die Faktoren beschrieben, die einen Einfluss auf die Krankheitslast von DS-Betroffenen und ihre Betreuer haben können.
© iStock: AndreaObzerova

In Deutschland nahmen 68 Eltern von DS-Patienten mit einem Durchschnittsalter von zehn Jahren an der Umfrage teil – 11,6 Prozent aller 584 europäischen Teilnehmer. Bei 97 Prozent der DS-Patienten, die älter als fünf Jahre waren, trat mindestens eine Begleiterkrankung auf – am häufigsten Lernschwierigkeiten, Motorik- und Sprachstörungen. Alle betroffenen Kleinkinder und über 80 Prozent der Vorschulkinder erhielten Physio- und Sprachtherapie. Trotz einer verbesserten Therapie und Versorgung von DS-Patienten sind weitere Konzepte notwendig, um ihre Situation zu verbessern und Eltern und Geschwister zu entlasten.

Quelle: A. Strzelczyk et al., Zeitschrift für Epileptologie, veröffentlicht am 13.07.2021 | kostenfreier Volltextzugriff

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