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COVID-19: Dysphagiemanagement an erhöhtes Infektionsrisiko anpassen

Bei schweren Corona-Krankheitsverläufen können Beeinträchtigungen der Schluckfunktion (Dysphagien) auftreten. Sie entstehen durch die Erkrankung selbst oder durch notwendige intensivmedizinische Behandlungen. Besonders das hohe Infektionsrisiko durch Aerosolbildung stellt dabei für das multidisziplinäre Dysphagieteam eine neue Herausforderung dar.
© © dbl e.V. - Dt. Bundesverband f. Logopädie/J. Tepass

Die Aeorosolbildung ist beispielsweise bei forcierter Ausatmung, Nies- oder Hustenreaktionen gegeben. Zwei weitere Aspekte, die das Infektionsrisiko bei dysphagietherapeutischen Interventionen erhöhen, sind der oft nicht einzuhaltende Mindestabstand und dass Patienten bei Interventionen häufig keinen Mund-Nasen-Schutz tragen. Wichtig ist daher, die Maßnahmen an empfohlene Hygieneschutzmaßnahmen anzupassen, insbesondere im Hinblick auf persönliche Schutzausrüstung, Anpassung der Interventionen und dem Leitsatz „Minimal team approach“ – etwa, dass nur zwingend notwendige Personen im Raum sind.

Quelle: U. Frank & K. Frank, Der Nervenarzt, veröffentlicht am 09.07.2021 | kostenfreier Volltextzugriff

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