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„Essener Transitionsmodell“ für Patienten mit neuromuskulären Erkrankungen

In Deutschland leiden fast 40 Prozent der Kinder und Jugendlichen unter einer chronischen Erkrankung. Etwa 14 Prozent von ihnen haben dadurch einen besonderen gesundheitlichen Versorgungsbedarf. Dieser erstreckt sich bis ins Erwachsenenalter, da die Lebenserwartung aufgrund der verbesserten therapeutischen Möglichkeiten stetig steigt. Ein effektiver Informationsaustausch über verschiedene Behandlungsdisziplinen hinweg ist die Grundlage einer erfolgreichen Transition in die Erwachsenenmedizin.
Covid-19-Infektion als Berufskrankheit
© Andrey Popov

Ein strukturierter Übergang findet derzeit nur selten statt. Für junge Patienten mit neuromuskulären Erkrankungen soll das „Essener Transitionsmodell“ dies ändern. Dazu gehört u. a. eine Transitionsdatenbank als gemeinsame Plattform, die neben Basisdaten der Patienten, Diagnose- und Funktionsparametern weitere therapierelevante Informationen sowie Angaben zur Hilfs- und Heilmittelversorgung enthält. Durch ein Vorstellungsintervall von sechs Monaten lässt sich zudem die Notwendigkeit von weiteren therapeutischen Maßnahmen frühzeitig erkennen.

Quelle: M. Fleischer et al., Der Nervenarzt, veröffentlicht am 07.03.2022 | kostenfreier Volltextzugriff

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