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Die Geriatrie braucht verstärkt interprofessionelles Denken und Handeln

Auch wenn sich die Geriatrie Mitte der 90er Jahre weitgehend über Interprofessionalität definierte, ist sie im deutschen Gesundheitssystem noch unzureichend verankert. Doch gerade für die Versorgung des alten Menschen braucht es interprofessionelles Denken und Handeln, heißt es im Editorial der Zeitschrift. Das aber setze ein gegenseitiges Verstehen aller beteiligten Professionen, unter denen auch die Logopädie und Ergo- sowie Physiotherapie genannt werden, voraus.
Deutsche Multiple Sklerose Gesellschaft
© Fizkes

Dem deutschen Gesundheitssystem werden dagegen ausprägte Partialinteressen, Segmentierung und Fragmentierung zugesprochen. Studien zur interprofessionellen Zusammenarbeit in Forschungsprojekten zeigten, dass nicht selten bei den Beteiligten Ängste dahingehend bestehen, das eigene Profil nicht richtig zur Geltung bringen zu können. Demnach muss sich die Kultur in der Zusammenarbeit verändern. Dazu gehört insbesondere die Qualität der Kommunikation, die Notwendigkeit klar formulierter Aufgaben und Verantwortlichkeiten sowie die Festlegung auf bestimmte Ziele. Erste Ansätze zur Umsetzung finden sich – so die Autoren – in der interprofessionellen Ausbildung in den Gesundheitsberufen.

Quelle: W. Hofmann et al., Zeitschrift für Gerontologie und Geriatrie, Ausgabe 3/2022 | + kostenpflichtiger Volltextzugriff

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