Ausgabe up 08-2017 | Rubrik Politik

Blankoverordnung: SHV veröffentlich Positionspapier

vom: 28.07.2017

Unter der Überschrift „Modelle mit Mehrwert für Patienten“ hat der Spitzenverband der Heilmittelverbände (SHV) ein Positionspapier zur Blankoverordnung veröffentlicht. Darin formuliert er Eckpunkte für die Umsetzung der gesetzlich vorgesehenen Modellvorhaben.

Zurück zum Schwerpunkt Modellversuche zur Blankoverordnung

„Ergo- und Physiotherapeuten übernehmen gerne mehr Verantwortung, wenn die Rahmenbedingungen stimmen und ein Mehrwert in der Patientenversorgung entsteht!“, erklärt Ute Repschläger, Vorsitzende des SHV, in einer Pressemitteilung. „Wir als Spitzenverband haben deshalb in einem gemeinsamen Positionspapier zur Blankoverordnung wichtige Versorgungsparameter formuliert, auf die sich die Modellvorhaben erstrecken müssen.“

SHV fordert Verschärfung

Der SHV legt sich in seinem Positionspapier darauf fest, dass Modellversuche nicht nur – wie vom Gesetzgeber festgelegt – die „Versorgungsrealität überwinden“ sollen, sondern „zugleich einen deutlichen Mehrwert in der Patientenversorgung testen“ müssten. Damit fordert der SHV eine deutliche Verschärfung der Anforderungen an die Modellvorhaben.

Dass Modellvorhaben wissenschaftlichen Standards genügen müssen, wird im Positionspapier noch einmal ausdrücklich wiederholt, obwohl das gesetzlich bereits geregelt ist. Überraschend ist an dieser Stelle, dass der SHV sich in seinem Positionspapier auf eine sehr anspruchsvolle Methode festlegt – „nur randomisierte Studien mit Kontrollgruppe“ – wenngleich die wissenschaftlichen Fragestellungen noch gar nicht benannt wurden.

Forderungen gehen ins Leere

Dann folgt eine Aufzählung von Aspekten, die aus Sicht des SHV zwingend Bestandteil der Modellvorhaben sein müssen, darunter die Einführung einer neuen Leistungsposition für die Befunderhebung, auch für die Ergotherapie, die Einführung einer elektronischen Fallakte sowie der Abgleich der Heilmittelausgaben mit den stationären Ausgaben. Die Liste der Forderungen beträgt acht Punkte, die letztlich inhaltlich nichts beschreiben, was nicht ohnehin vom Gesetzgeber vorgeschrieben oder im Rahmen der Gesetzgebung ermöglicht wurde.

Mehr: Hier finden Sie unseren Kommentar zum Positionspapier.

Bildnachweis: iStock: Kerrick

Themen: Alle Artikel, Heil- und Hilfsmittelgesetz HHVG, Thema Berufspolitik, Thema Gesundheitspolitik, Thema Politik, Thema Verbände


Wir freuen uns zu Ihrer Rückmeldung zu diesem Artikel! Lesen Sie hier mehr zu unseren Kommentarregeln und wie wir Kommentare redaktionell bearbeiten.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.