Ausgabe up 10-2017 | Rubrik Recht / Steuern / Finanzen

Doppelte Haushaltsführung: Einrichtungskosten vollständig absetzen

vom: 19.09.2017

Ein Urteil zur doppelten Haushaltsführung beschert Praxisinhabern ein gutes Argument für die Einstellung auswärtiger Mitarbeiter: Wer berufsbedingt eine Zweitwohnung unterhält, darf die Kosten für Möbel und Hausrat vollständig absetzen.

Das hat das Finanzgericht Düsseldorf kürzlich entschieden und widerspricht damit der Auffassung der Finanzverwaltung. Bislang zählten Einrichtungskosten ebenso wie die Miete zu den Unterkunftskosten, die nur bis maximal 1.000 Euro im Monat steuerlich geltend gemacht werden dürfen. Im vorliegenden Fall hatte der Kläger in seiner Steuererklärung Mehraufwendungen geltend gemacht – neben der Miete auch Kosten für Kleinmöbel. Das Finanzamt berücksichtigte die Aufwendungen allerdings nur bis zu einem Betrag von 1.000 Euro monatlich. Dem widersprachen die Finanzrichter: Im Gesetz sei nicht bestimmt, dass Einrichtungskosten zu den Unterkunftskosten gehören. Daher dürfen sie auch vollständig abgesetzt werden.

Unter dem Aktenzeichen VI R 18/17 musste das Gericht eine Revision zum Bundesfinanzhof zulassen – die obersten Finanzrichter werden nun also in höchster Instanz in der Sache entscheiden (Aktenzeichen: 13 K 1216/16).

Bildnachweis: iStock: Anastasiia_New

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