Ausgabe 2-2018 | Rubrik Recht / Steuern / Finanzen

Urteil: Kasse muss hochwertigere Prothese bezahlen

vom: 05.01.2018
Illustration eines Richter-Hammers

Gesetzlich Krankenversicherte haben Anspruch auf die Versorgung mit kostenaufwändigeren Hilfsmitteln, wenn die Betroffenen damit eine deutliche Verbesserung ihrer Geh- und Stehfähigkeit erreichen können. Das hat das Hessische Landessozialgericht kürzlich entschieden.

Im vorliegenden Fall hatte ein 82-jähriger Mann nach dem Verlust seines linken Unterschenkels im Kniegelenk das hochwertigere Prothesensystem mit einem Genium-Kniegelenk bei seiner Krankenkasse beantragt. Diese lehnte mit der Begründung ab, das C-Leg-System für 28.000 Euro sei ausreichend. Auf Grundlage eines Sachverständigengutachtens entschieden dagegen die Richter, dass die Kasse das Genium-Kniegelenk für 46.000 Euro bezahlen muss. Die teurere Prothese biete wesentliche Vorteile und könne die Behinderung nahezu vollständig ausgleichen. Der Kläger erreiche damit den höchsten Mobilitätsgrad vier, bei dem C-Leg nur zwei bis drei (Az.: L 1 KR 211/15).

Bildnachweis: iStock: Anastasiia_New

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