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Unterhalt für volljährige Kinder ist steuerlich absetzbar

Wer sein volljähriges Kind im Studium oder in der Ausbildung finanziell unterstützt, kann unter bestimmten Voraussetzungen die Unterhaltszahlungen steuerlich absetzen. Das gilt aber nur dann, wenn der Nachwuchs das 25. Lebensjahr erreicht und keinen Anspruch mehr auf Kindergeld hat.
© Nikada

Gemäß § 33a Abs. 1 Satz 4 Einkommensteuergesetz (EStG) zählen auch Unterhaltszahlungen an Kinder zu den außergewöhnlichen Belastungen. Allerdings nur, wenn Eltern weder Kindergeld noch den Kinderfreibetrag bekommen und das unterstützte Kind nur ein geringes eigenes Vermögen besitzt. Dieses darf 15.500 Euro nicht überschreiten. Sonst entfällt der Steuerabzug, sofern es sich bei dem Vermögen nicht um Wohneigentum handelt.

Höchstbetrag liegt bei 9.744 Euro pro Jahr

Eltern können im Rahmen der gesetzlichen Höchstbeträge Unterhaltsleistungen an erwachsene Kinder steuerlich geltend machen. Der Höchstbetrag liegt 2021 bei 9.744 Euro. Verdient das Kind eigenes Geld – und zwar mehr als 624 Euro pro Jahr – werden die Einnahmen des Kindes verrechnet. Nach einem Urteil des Bundesfinanzhofes (BFH) dürfen Eltern die Unterhaltszahlungen auch dann in voller Höhe absetzen, wenn der Sohn oder die Tochter mit einem Lebensgefährten zusammenlebt, der selbst über ausreichend Einkommen verfügt (Az. VI R 43/17).

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