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Urteil: Auch Geimpfte müssen bei Corona-Kontakten in Quarantäne

Wer gegen Corona geimpft ist, muss bei Kontakt mit einem Corona-Infizierten auch weiterhin in die 14-tägige Quarantäne. Das hat das Verwaltungsgericht in Neustadt an der Weinstraße kürzlich entschieden (Az. 5 L 242/21.NW und 243/21.NW).
© Artem Zakharov

Im vorliegenden Fall war die Tochter eines Ärzte-Ehepaars Anfang März positiv auf Corona getestet worden und isolierte sich in der oberen Etage ihres Elternhauses. Für das Gesundheitsamt im Rhein-Pfalz-Kreis galten die Eltern, die bereits im Januar und Februar gegen Corona geimpft worden waren, als Kontaktpersonen und sollten ebenfalls 14 Tage in Quarantäne.

Dagegen klagte das Ärzte-Ehepaar. Unter Berufung auf eine israelische Studie könnten sie als geimpfte Personen die Krankheitserreger nicht mehr übertragen, argumentierten sie. Zudem seien ein PCR-Test und zwei Schnelltests bei ihnen negativ ausgefallen.

Das Verwaltungsgericht lehnte ihren Eilantrag ab. Das Ehepaar habe nicht ausreichend glaubhaft machen können, dass sie Anspruch auf eine verkürzte Quarantänezeit hätten. Es lägen bisher keine ausreichenden Belege vor, dass Personen mit vollständigem Impfschutz nicht infektiös seien. Ferner spreche sich das Robert-Koch-Institut (RKI) aktuell dafür aus, die Quarantänezeit nicht durch einen negativen Test zu verkürzen.

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