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Seit August verschärfte Meldepflicht für Transparenzregister

Seit dem 1. August 2021 sind die meisten Unternehmen verpflichtet, sich in das Transparenzregister einzutragen. Das elektronische Register war im Juni 2017 durch eine Änderung im Geldwäschegesetz eingeführt worden.
© acilo

Von der Regelung sind auch Therapiepraxen betroffen, die als Gesellschaft mit beschränkter Haftung (GmbH) oder als Partnerschaftsgesellschaft (PartG) firmieren. Für sie gilt eine Übergangsfrist bis zum 30. Juni 2022. Bis dahin sind sie verpflichtet, dem Transparenzregister ihren sogenannten wirtschaftlich Berechtigten mitzuteilen. Laut § 3 Absatz 1 Geldwäschegesetz (GwG) sind das Personen, die mehr als 25 Prozent der Unternehmensanteile oder Stimmrechte besitzen oder auf vergleichbare Weise Kontrolle ausüben können. Gesellschaften bürgerlichen Rechts (GbR) und Einzelunternehmer sind von der Mitteilungspflicht nicht betroffen.

Anzugeben sind Vor- und Familienname, das Geburtsdatum, der Wohnort, Art und Umfang des wirtschaftlichen Interesses sowie Staatsangehörigkeit. Die Eintragungen sind kostenlos, allerdings fällt eine Jahresgebühr von 4,80 Euro an. Nach § 56 Abs. 1 Nr. 54 bis 66 GwG sind Verstöße gegen die Transparenzpflichten, wenn beispielsweise Meldungen an das Transparenzregister nicht, nicht rechtzeitig oder nicht vollständig erfolgen, eine Ordnungswidrigkeit und können mit einer Geldbuße geahndet werden.

Mehr in dem Dokument „Transparenzregister – Fragen und Antworten“

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