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Ergotherapeutisches und logopädisches Training ist wichtig für MS-Patienten

In den 1950er Jahren sollten sich Patienten mit Multipler Sklerose möglichst wenig bewegen und wurden sogar über Wochen in einem Gipsbett immobilisiert. Heute erhalten die Patienten eine interdisziplinäre Therapie, die neben Bewegungstherapie auch Ergotherapie und Logopädie umfasst.
Ergotherapeutisches und logopädisches Training ist wichtig für MS-Patienten

Etwa 30 bis 40 Prozent der MS-Patienten haben Probleme beim Schlucken, andere Sprechstörungen. Da eine Dysphagie zu Mangelernährung, aber auch Aspirationspneumonien sowie einer Verminderung der Lebensqualität führen kann, ist eine logopädische Therapie hier sinnvoll. Patienten, die an einer relevanten Dysarthrophonie leiden, fühlen sich oft stigmatisiert und schränken ihre sozialen Kontakte ein. Hier zeigt Logopädie bei hoher Spezifität und Frequenz gute Erfolge. Ergotherapie kann Patienten dabei unterstützen, feinmotorische Abläufe neu zu erlernen und zu trainieren. Klassische Übungen können Malen und Flechten sein.

Quelle: D. Christöfl, psychopraxis. neuropraxis, veröffentlicht am 26.04.2022 | + kostenpflichtiger Volltextzugriff

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