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Kassenärztliche Vereinigungen

Bundesvereinigung: Neue Höchstmenge bei psychischen Erkrankungen

Seit dem 1. Juli 2021 sind Änderungen der Heilmittel-Richtlinie in Kraft getreten: So hat der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) die Höchstmenge je Verordnung bei der Ergotherapie in zwei Diagnosegruppen von zehn auf zwanzig Einheiten verdoppelt. Das meldete kürzlich die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV). Gleichzeitig wurde die Diagnoseliste für den langfristigen Heilmittelbedarf um mehrere Krankheitsbilder erweitert. Dazu gehören u. a. die Glasknochenkrankheit, ein Normaldruckhydrozephalus und schwere Verbrennungen oder Verätzungen.

Bei den beiden geänderten Diagnosegruppen im Bereich Ergotherapie handelt es sich um PS2 (Neurotische, Persönlichkeits- und Verhaltensstörungen) und PS3 (Schizophrenie, schizotype und wahnhafte Störungen sowie affektive Störungen). Damit soll die Versorgungssituation speziell von Menschen mit schweren psychischen Erkrankungen besser berücksichtigt werden. Bei allen anderen Diagnosegruppen der Ergotherapie bleibt die Höchstmenge je Verordnung bei zehn Therapieeinheiten.

Quelle: KBV, PraxisNachrichten, veröffentlicht am 01.07.2021 | kostenfreier Volltextzugriff

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