Anhörung zum HHVG: Thema Logopädie in dünn besiedelten Gebieten

vom: 02.12.2016

Scharfenberg von den Grünen fragt den dbl:

„Wovon hängt Ihrer Meinung die Versorgung mit Logopädie speziell in dünn besiedelten Gebieten ab und welche Möglichkeiten sehen Sie, die Versorgung in solchen Gebieten zu verbessern?“

Frauke Kern, dbl: „Wir sehen im Moment, dass der Aufbau von Praxen in ländlichen Regionen unattraktiv ist. Einmal wegen der zum Beispiel in Berlin und Brandenburg vergleichbaren Vergütungsunterschiede, es gibt auch keine angemessene Aufwandsvergütung, die uns zum Beispiel für Hausbesuche von der Stadt aufs Land bringt.“ Das entscheidende sei aber: Es gebe auf dem Land zu wenige Ärzte, und derzeit gebe es noch eine Abhängigkeit voneinander – aber auch den Willen, miteinander zu arbeiten. Wenn Ärzte nicht da seien, was haben Logopäden dann da zu suchen?

Als Lösung schlägt Kern interdisziplinäre Praxen vor, im Sinne einer integrierten Versorgung, sowie attraktive Anreize wie zum Beispiel die Vergütung des Mehraufwands in Form einer angemessenen Aufwandsvergütung für die Durchführung von Hausbesuchen.

Themen: Heil- und Hilfsmittelgesetz HHVG
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