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Bei Morbus Sudeck kann Ergotherapie die Behandlung ergänzen

Morbus Sudeck ist ein komplexes regionales Schmerzsyndrom (CRPS), das nach einer Verletzung zu anhaltenden Schmerzen führen kann. Betroffen sind vor allem Hände oder Füße. Bei dieser Erkrankung ist eine interdisziplinäre Behandlung erforderlich, bei der die klassische Pharmako- und Physiotherapie durch weitere Maßnahmen ergänzt werden können. Ein wichtiger Baustein für die Handlungsfähigkeit Betroffener, für ihre Selbstversorgung, Produktivität und gesellschaftliche Teilhabe, kann die Ergotherapie sein.
Deutsche Arbeitsgemeinschaft für Handtherapie
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Aufgrund des bunten Symptombildes werden entspannende, entstauende und schmerzreduzierende Methoden angewendet. Dazu gehört neben Bewegungs- und Sensibilitätsübungen vor allem auch, den Patienten über die nicht vollkommen schmerzfreie Behandlung aufzuklären. Die ärztliche Verordnung sollte zuvor mit dem behandelnden Ergotherapeuten besprochen werden, empfehlen Schmerzmediziner. So dauere eine sensorisch-perzeptive Behandlung (SPB) 45 Minuten anstatt 30 Minuten bei motorisch-funktioneller Behandlung (MFB). Eine mögliche Spiegeltherapie müsse als Zusatz auf der Verordnung stehen.

Quelle: T. Meißner, ÄrzteZeitung, veröffentlicht am 03.04.2022 | + kostenpflichtiger Volltextzugriff

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